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Kakami Biraki 2012

Seid dem ersten Kakami Biraki vor 13 Jahren, war ich nun das erste Mal nicht dabei. Leider musste ich mich im Dezember einer Knie-Operation unterziehen lassen und konnte deswegen nur zuschauen. Nichts desto Trotz stand den 21 Teilnehmern wieder ein hartes Programm bevor.

Los ging´s mit Willensschulung. Das hieß 3000 Zuki am Stück, mit kompletter „KU-Hüftdrehung“. Wer weiß von was ich spreche kann sich vorstellen wie hart das war. Dabei kommt das Zwerchfell an seine Grenzen, nicht vom Lachen, sondern von der andauernden Arbeit. So mancher Teilnehmer brauchte auch ein paar aufmunternde Worte, um weiterhin seine Zuki schnell und mit Kime auszuführen.

Direkt im Anschluss waren 600 Keri gefordert, diese in einer bestimmten Reihenfolge auszuführen und jede 4er Sequenz mit zwei Hiza Geri und Kiai abzuschließen.

Somit wurde jedem Einzelnen klar, warum beim Kickboxen, im Vergleich zum Boxen, deutlich weniger Runden gekämpft werden. Fußtechniken fordern ihren Tribut – vom ganzen Körper.

Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es in die 2. Runde, Schlag- und Tritttechniken auf Widerstand. Diese Einheit stand im Gegensatz zur ersten Einheit, denn hier wurde der Focus nicht auf die Frequenz der Techniken gesetzt, sondern auf ihre Wirksamkeit; also auf Präzision und Härte. 12 Stationen zu jeweils 4 min mussten absolviert werden. Man konnte sofort spüren, dass es ein Riesenunterschied ist, ob man auf ein Makiwara oder auf eine Pratze schlägt. Das Makiwara verzeiht keinen Fehler, jede falsche Handhaltung wird mit Schmerz bestraft. Und auch der Geist wird gefordert. Es braucht viel Willen, jeden Schlag oder Tritt, mit maximaler Geschwindigkeit und Härte auszuführen.

Doch es kam noch dicker. Die 3. Einheit stand an – Körperausbildung und Abhärtung.

Wiederum 12 Stationen á 4 min mussten geschafft werden. Die Stationen bestanden aus verschiedenen Kraftübungen mit der Kettlebell, aber auch aus Ausdauerübungen. Auch hier besonders gefürchtet, alle Übungen bei denen die Beine involviert waren, das ging an die Substanz.

Nach 3 ½ Stunden war es geschafft. Alle haben ihr Bestes gegeben und konnten nun stolz die 4. Runde angehen – gemütliches Beisammensein bei Sake, Pflaumenwein, Reiskräcker und heißer Suppe. Somit wurde das neue Jahr traditionell eingeläutet und man kann gespannt sein, was dieses noch bringt. Manch einer wird diesen Tag noch etwas mit sich herumtragen.

Bernd Otterstätter

© 2006 by RKV

Zuletzt aktualisiert am 15.01.2012 17:15 Uhr

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