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10 Jahre Karate Dojo
Vulkaneifel e.V.
Jubiläums-Lehrgang mit besonderen Referenten

Auch im Vereinsleben wird man nur einmal 10: aus diesem
Anlass bot der Dauner Karateverein nicht nur seinen
traditionellen und mittlerweile 7.Bunkai-Jutsu-Lehrgang mit
dem Selbstverteidigungsspezialisten Bernd Otterstätter
(5.DAN) aus Hassloch an, sondern konnte auch den
Kata-Landestrainer Marcus Gutzmer (5.DAN) aus
Kaiserslautern als zweiten Referenten gewinnen.
Bereits am Freitagabend rückten an Stelle des regulären
Trainings der Dauner Wettkampfgruppe 2 vereininterne
Trainingseinheiten mit dem Landestrainer: Einmal für die
Kleinen und einmal für die Großen.
In der Kindereinheit wusste Marcus Gutzmer die rund
40 hochmotivierten Kinder schnell zu begeistern und
erarbeitete sich spielerisch, aber mit festem Ziel vor
Augen, die gewünschten Bewegungsabläufe der zu trainierenden
Kata. Für die meisten Kinder im Alter zwischen 5 und 10
Jahren war dies die erste Begegnung mit einem externen
Trainer, aber es waren keinerlei Scheu oder Berührungsängste
zu spüren, sondern pure Begeisterung.
Ebenso begeistern waren im Anschluss die Erwachsenen und die
Oberstufe, die in gewohnter Manier gefordert wurden. Der
Landestrainer baute auch hier zu erst auf die Basics des
Kihon, bevor er dann die geübten Sequenzen zur Shotokan-Kata
KANKU SHO zusammensetzen ließ.
Auch die erste Einheit des Samstags gehörte dem
Kata-Spezialisten aus der Pfalz und den Kindern. Es war
nicht verwunderlich, dass nahezu alle Kinder des
Abendtrainings auch am Samstag um 09:00h wieder auf der
Tatami standen, und alle trainierten ebenso motiviert und
fleißig mit.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden
Volker Bernardy begann um 10:00 Uhr dann der SV-Teil unter
der Leitung von Bernd Otterstätter.
Auch in diesem Jahr wich man nicht vom Grundsystem der zwei
gemeinsamen und zwei getrennten Trainingseinheiten für die
Unter- und Oberstufe ab, womit jeder also theoretisch
mindestens 3 Einheiten mitnehmen konnte, die meisten jedoch
alle 4 Einheiten mittrainierten.
Begonnen wurde mit Tegumi Renzoku Waza,
Wiederholungsübungen die durch die hohe Anzahl der
Wiederholungen pro Zeiteinheit gekennzeichnet sind und dazu
dienen typische Verhaltensmuster und Prinzipien für die SV
anzutrainieren.
Damit auch die ‚Kurzen’ nicht zu kurz kamen, folgte sodann
SV für Kinder. Hier stand bei Bernd das
Fördern des richtigen Verhaltens im täglichen Leben im
Vordergrund, unterstützt von Stimmschulung durch
Schreispiele und SV-Situationen mit Befreiungen und
Davonlaufen.
Nach einer kurzen Mittagspause wandte man sich dann dem aus
den Vorjahren bekannten 2-Personendrills zu,
welche zum Erlernen verschiedener Reaktionen auf gewöhnliche
Angriffe konzipiert sind. Auch hier stellen die hohen
Wiederholungszahlen des Drill einen nicht unerheblichen
Stressfaktor dar, den es durch ‚kontinuierliches Drillen’
zu Kontrollieren gilt.
Anschließend vertiefte Marcus in seiner letzten Einheit des
Tages nochmals die Kanku Sho, bevor Bernd den
Abschluss mit einer besonderen Herausforderung geplant
hatte: Stresstraining mit dem Bernd die
Teilnehmer die erlernten Fähigkeiten nutzen lassen wollte.
Um dies zu bewerkstelligen wurde der Körper des Übenden vor
den Angriffen bspw. durch Drehen -und dem daraus folgendem
Schwindel- in Stress versetzt, oder aber Fitnessübungen
mehrmals mit maximaler Intensität ausgeführt. Ziel war es zu
Erlernen auch Techniken einstecken zu können oder aber auch
gegen mehrere Angreifer agieren zu können.
Im Anschluss an den Lehrgang ging es dann noch für 15
Karateka aus unserem Dojo weiter, denn die nächste
Gürtelprüfung – und das unter den Augen von 3 Prüfern -
stand auf dem Programm, darunter auch 3 Prüfungen zum
„Meistergrad“.
Trotz des anstrengenden Lehrgangstages wurde auch diese
Hürde überwunden und daher konnten alle dann ihre
Prüfungsurkunden entgegennehmen.
Ein großes Dankeschön aller Teilnehmer geht an unsere beiden
Referenten Bernd Otterstätter und Marcus Gutzmer, die
für einen sehr abwechselungsreichen und somit interessanten
Geburtstags-Lehrgang in Daun sorgten und an die angereisten
Teilnehmer und auch an die vielen fleißigen Helfer des Dojo
Vulkaneifel für die gute Organisation und die Sorge um das
leibliche Wohl.
Ernst Schillen, 2.Vorsitzender KD Vulkaneifel |