|
DM der Leistungsklasse:
Titelgewinn für Anjela Tazidinova
Vize-Titel für Ilja Smorguner
Bei
den Deutschen Meisterschaften der Leistungsklasse in
Völklingen erreichten die Landeskaderathleten des RKV Platz
6 in der Länderwertung.
Kumite-Einzel
Obwohl der erste Wettkampftag sowohl bei den Kumite-Herren,
als auch bei den -Damen eher ernüchternd begann, zeigten
unsere beiden derzeitigen Bundeskaderathletinnen Anjela
Tazidinova (KSV Trier) und Stefanie Kofeldt
(1.SKC Frankenthal) wieder einmal Ihre Klasse.
Die WM- und EM-Teilnehmerin Stefanie Kofeldt
startete in der Gewichtsklasse bis 68kg. Nach einer
schnellen Führung von Steffi in der Auftaktbegegnung
genügten der Gegnerin zwei kleine Unaufmerksamkeiten um in
Führung zu gehen und den Vorsprung letztlich mit über die
Zeit zu nehmen. Sichtlich verärgert und enttäuscht wartete
die 19-jährige dann auf die Trostrunde, und in den folgenden
drei Kämpfen mobilisierte sie einmal mehr ihren Kampfgeist
und ließ sich die Bronzene Medaille nicht mehr nehmen.
Erwartungsgemäß zeigte sich die derzeit erfolgreichste
Starterin des RKV Anjela Tazidinova wieder in
Höchstform. Nach klaren Siegen in den Vor- und
Zwischenrunden stand die amtierende Deutsche Meisterin am
Abend - wie bereits im Vorjahr - ihrer Bundeskaderkollegin
Silvia Sperner aus Hessen im Finale gegenüber. Beide
schenkten sich nichts und sorgten somit für ein sehr
spannendes und mitreißendes Finale. Nach der 4-minütigen,
regulären Kampfzeit stand es 1:1 unentschieden, so dass die
Entscheidung im Sai-Shai (Verlängerungskampf) fallen musste.
Hier konnte die 22-jährige Studentin dann den entscheidenden
Siegtreffer anbringen und sicherte sich erneut den Deutsche
Meistertitel.
Am Sonntag wurden dann die Wettbewerbe im Kata-Einzel- und
Kumite-Team ausgetragen. Mit je einem Team bei den Damen und
den Herren ging Landestrainer Lukas Grezella
ins Rennen.
Kumite-Team Das als KG Frankenthal startete
Herren-Team (Knoll, Köhler, Müller, Schatzinger, Schoppel,
Schwaab, Zeiler) profitierte von einem Freilos, bevor es
dann vom späteren Meister-Team vom MTV Ludwigsburg gestoppt
wurde und somit auf die Trostrunde hoffen musste. Dort
schafften sie es, sich gegen die Gegner aus Siegburg
durchzusetzen und trafen anschließend auf die Lokalmatadoren
der KG Saar. Trotz der Unterstützung der Gegner durch das
heimische Publikum kämpfte unsere Auswahl beherzt, mussten
sich aber schließlich doch den Nachbarn von der Saar
geschlagen und mit Platz 5 zufrieden geben.
Die KG Frankenthal der Damen (Holczer, Kofeldt,
Konietzka, Schöne) musste auf den Einsatz von Anjela
Tazidinova verzichten und konnte ebenfalls von einem Freilos
profitieren. In der zweiten Runde setzten sich die Pfälzer
Damen in einer spannenden Begegnung die Auswahl der KG
Waldkraulburg-Augsburg durch. In der nächsten Runde trafen
die Damen dann auf die Auswahl aus Waltershausen von
Bundestrainer Klaus Bitsch, die sich letztlich bis auf Platz
1 durchkämpften. Somit mussten unsere Mädels in die
Trostrunde und trafen dort auf die KG St.Arnold aus NRW, die
ihnen auch keine allzu großen Probleme bereiteten und der
Platz 3 kam zum Greifen nach. Einzige Hürde war da noch das
Team der KG Sachsen. Trotz leidenschaftlichen Einsatz
schafften es RKV-Damen nicht sich gegen die Sächsinnen
durchzusetzen und musste sich - wie die RKV Herren – mit
Platz 5 begnügen.
Kata Einzel
Landestrainer Marcus Gutzmer nominierte in den
Einzelwettbewerben die jeweils ersten drei Platzierten der
Landesmeisterschaften, sowie Sebastian
Miltenburger vom KD Mainz-Bretzenheim. Bei den Damen
konnten sich weder Lisa Martin, Sandra
Werling (beide Budokan Kaiserslautern), noch die
amtierende ESKA-Cup Siegerin Anna Müller (KD
Mayen/Mendig) über die Runde drei hinaus gegen die
Konkurrenz Damen durchsetzen.
Sebastian Miltenburger vom KD
Mainz-Bretzenheim konnte sich bei den Herren bei seinem
Debüt in der Leistungsklasse in der ersten Runde souverän
gegen seinen Konkurrenten aus Hamburg durchsetzen, unterlag
anschließend aber knapp gegen seinen Gegner aus Bayern.
Mit Kenichi Sato (Budokan Kaiserslautern)
schickte der RKV einen weitere Medaillenhoffnung ins Rennen.
Die Darbietungen des Pfälzers beeindruckten Kampfrichter und
Zuschauer gleicher Maßen und schließlich ging es um den das
kleine Poolfinale gegen Mohamed Abu-Wahib. Beide zeigten
nahezu perfekte Gojushiho-Sho und mit Spannung wurde das
Votum der Kampfrichter erwartet. Ein enttäuschendes und für
die wenigsten nachzuvollziehendes 1:4 gegen Ken verwehrte
ihm den Einzug ins erwartet Finale. Nach einem kurzen Ärgern
fasste sich der amtierende Sieger des EKSA-Cups ein Herz und
bewies in der Trostrunde nochmals seine Klasse, gab keine
Flagge mehr ab und sicherte sich somit noch Bronze.
Stefan Köhler vom PSV Ludwigshafen, der
bereits am Vortag im Kumite Einzel und am späteren Tage im
Team auf die Tatami ging, setzte sich in seinem Teil-Pool
souverän durch und nach drei Runden stand er im Poolfinale.
Parallel dazu zeigte sich der RKV-Vize-Landesmeister Ilja
Smorguner (Budokan Kaiserslautern) an diesem Tage in
absoluter Höchstform und toppte damit nochmals seine
Darbietungen der Landesmeisterschaften in Dahn im März. Auch
namhafte Gegner hatten gegen Ilja keine Chance und somit
sicherte auch er sich den Einzug um das Poolfinale, wo er
dann auch seinen Kaderkollegen Stefan Köhler traf.
Ilja legte eine dynamische und eindrucksvolle Chatanyara
Kushanku aus dem Shito-Ryu vor, die die Zuschauer
begeisterte. Wenngleich Stefan mit einer ebenfalls
beeindruckenden Gangaku konterte, war das Ergebnis dann doch
eindeutig und Ilja stand im Finale. Stefan hingegen
gratulierte dem Finalisten und konzentrierte sich auf die
Jagd nach Bronze, die er dann auch durch die Trostrunde
verdient erreichte.
Somit war am Sonntagnachmittag nochmals Gold für den RKV
greifbar: Ilja legte im Finale mit der Shito-Kata Unshu vor
und zeigte leichte Nerven und minimale Unsicherheiten.
Mohamed Abu-Wahib folgte darauf mit einer fehlerfreien und
ebenfalls ausdrucksstarken Darbietung der Shotokan-Variante
Unsu, die letztlich auch alle sieben Kampfrichter
überzeugte. Dennoch konnte Ilja mit dem Deutschen
Vizemeistertitel seine derzeitige Hochform dokumentieren.
Der RKV gratuliert den Athleten und den Trainern für die
gezeigten Leistungen.
Volker Bernardy RKV-Pressereferent |