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Bericht von der DM Leistungsklasse 2010 in Völklingen   

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DM der Leistungsklasse: Titelgewinn für Anjela Tazidinova
Vize-Titel für Ilja Smorguner

Bei den Deutschen Meisterschaften der Leistungsklasse in Völklingen erreichten die Landeskaderathleten des RKV Platz 6 in der Länderwertung.

Kumite-Einzel

Obwohl der erste Wettkampftag sowohl bei den Kumite-Herren, als auch bei den -Damen eher ernüchternd begann, zeigten unsere beiden derzeitigen Bundeskaderathletinnen Anjela Tazidinova (KSV Trier) und Stefanie Kofeldt (1.SKC Frankenthal) wieder einmal Ihre Klasse.

Die WM- und EM-Teilnehmerin Stefanie Kofeldt startete in der Gewichtsklasse bis 68kg. Nach einer schnellen Führung von Steffi in der Auftaktbegegnung genügten der Gegnerin zwei kleine Unaufmerksamkeiten um in Führung zu gehen und den Vorsprung letztlich mit über die Zeit zu nehmen. Sichtlich verärgert und enttäuscht wartete die 19-jährige dann auf die Trostrunde, und in den folgenden drei Kämpfen mobilisierte sie einmal mehr ihren Kampfgeist und ließ sich die Bronzene Medaille nicht mehr nehmen.

Erwartungsgemäß zeigte sich die derzeit erfolgreichste Starterin des RKV Anjela Tazidinova wieder in Höchstform. Nach klaren Siegen in den Vor- und Zwischenrunden stand die amtierende Deutsche Meisterin am Abend - wie bereits im Vorjahr - ihrer Bundeskaderkollegin Silvia Sperner aus Hessen im Finale gegenüber. Beide schenkten sich nichts und sorgten somit für ein sehr spannendes und mitreißendes Finale. Nach der 4-minütigen, regulären Kampfzeit stand es 1:1 unentschieden, so dass die Entscheidung im Sai-Shai (Verlängerungskampf) fallen musste. Hier konnte die 22-jährige Studentin dann den entscheidenden Siegtreffer anbringen und sicherte sich erneut den Deutsche Meistertitel.

Am Sonntag wurden dann die Wettbewerbe im Kata-Einzel- und Kumite-Team ausgetragen. Mit je einem Team bei den Damen und den Herren ging Landestrainer Lukas Grezella ins Rennen.

Kumite-Team Das als KG Frankenthal startete Herren-Team (Knoll, Köhler, Müller, Schatzinger, Schoppel, Schwaab, Zeiler) profitierte von einem Freilos, bevor es dann vom späteren Meister-Team vom MTV Ludwigsburg gestoppt wurde und somit auf die Trostrunde hoffen musste. Dort schafften sie es, sich gegen die Gegner aus Siegburg durchzusetzen und trafen anschließend auf die Lokalmatadoren der KG Saar. Trotz der Unterstützung der Gegner durch das heimische Publikum kämpfte unsere Auswahl beherzt, mussten sich aber schließlich doch den Nachbarn von der Saar geschlagen und mit Platz 5 zufrieden geben.

Die KG Frankenthal der Damen (Holczer, Kofeldt, Konietzka, Schöne) musste auf den Einsatz von Anjela Tazidinova verzichten und konnte ebenfalls von einem Freilos profitieren. In der zweiten Runde setzten sich die Pfälzer Damen in einer spannenden Begegnung die Auswahl der KG Waldkraulburg-Augsburg durch. In der nächsten Runde trafen die Damen dann auf die Auswahl aus Waltershausen von Bundestrainer Klaus Bitsch, die sich letztlich bis auf Platz 1 durchkämpften. Somit mussten unsere Mädels in die Trostrunde und trafen dort auf die KG St.Arnold aus NRW, die ihnen auch keine allzu großen Probleme bereiteten und der Platz 3 kam zum Greifen nach. Einzige Hürde war da noch das Team der KG Sachsen. Trotz leidenschaftlichen Einsatz schafften es RKV-Damen nicht sich gegen die Sächsinnen durchzusetzen und musste sich - wie die RKV Herren – mit Platz 5 begnügen.

Kata Einzel

Landestrainer Marcus Gutzmer nominierte in den Einzelwettbewerben die jeweils ersten drei Platzierten der Landesmeisterschaften, sowie Sebastian Miltenburger vom KD Mainz-Bretzenheim. Bei den Damen konnten sich weder Lisa Martin, Sandra Werling (beide Budokan Kaiserslautern), noch die amtierende ESKA-Cup Siegerin Anna Müller (KD Mayen/Mendig) über die Runde drei hinaus gegen die Konkurrenz Damen durchsetzen.

Sebastian Miltenburger vom KD Mainz-Bretzenheim konnte sich bei den Herren bei seinem Debüt in der Leistungsklasse in der ersten Runde souverän gegen seinen Konkurrenten aus Hamburg durchsetzen, unterlag anschließend aber knapp gegen seinen Gegner aus Bayern.

Mit Kenichi Sato (Budokan Kaiserslautern) schickte der RKV einen weitere Medaillenhoffnung ins Rennen. Die Darbietungen des Pfälzers beeindruckten Kampfrichter und Zuschauer gleicher Maßen und schließlich ging es um den das kleine Poolfinale gegen Mohamed Abu-Wahib. Beide zeigten nahezu perfekte Gojushiho-Sho und mit Spannung wurde das Votum der Kampfrichter erwartet. Ein enttäuschendes und für die wenigsten nachzuvollziehendes 1:4 gegen Ken verwehrte ihm den Einzug ins erwartet Finale. Nach einem kurzen Ärgern fasste sich der amtierende Sieger des EKSA-Cups ein Herz und bewies in der Trostrunde nochmals seine Klasse, gab keine Flagge mehr ab und sicherte sich somit noch Bronze.

Stefan Köhler vom PSV Ludwigshafen, der bereits am Vortag im Kumite Einzel und am späteren Tage im Team auf die Tatami ging, setzte sich in seinem Teil-Pool souverän durch und nach drei Runden stand er im Poolfinale. Parallel dazu zeigte sich der RKV-Vize-Landesmeister Ilja Smorguner (Budokan Kaiserslautern) an diesem Tage in absoluter Höchstform und toppte damit nochmals seine Darbietungen der Landesmeisterschaften in Dahn im März. Auch namhafte Gegner hatten gegen Ilja keine Chance und somit sicherte auch er sich den Einzug um das Poolfinale, wo er dann auch seinen Kaderkollegen Stefan Köhler traf.

Ilja legte eine dynamische und eindrucksvolle Chatanyara Kushanku aus dem Shito-Ryu vor, die die Zuschauer begeisterte. Wenngleich Stefan mit einer ebenfalls beeindruckenden Gangaku konterte, war das Ergebnis dann doch eindeutig und Ilja stand im Finale. Stefan hingegen gratulierte dem Finalisten und konzentrierte sich auf die Jagd nach Bronze, die er dann auch durch die Trostrunde verdient erreichte.

Somit war am Sonntagnachmittag nochmals Gold für den RKV greifbar: Ilja legte im Finale mit der Shito-Kata Unshu vor und zeigte leichte Nerven und minimale Unsicherheiten. Mohamed Abu-Wahib folgte darauf mit einer fehlerfreien und ebenfalls ausdrucksstarken Darbietung der Shotokan-Variante Unsu, die letztlich auch alle sieben Kampfrichter überzeugte. Dennoch konnte Ilja mit dem Deutschen Vizemeistertitel seine derzeitige Hochform dokumentieren.

Der RKV gratuliert den Athleten und den Trainern für die gezeigten Leistungen.

Volker Bernardy RKV-Pressereferent

© 2006 by RKV

Zuletzt aktualisiert am 02.04.2010 13:06 Uhr

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