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Bericht vom Shotokan-Cup 20087 in Mendig  

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Bilder

 

7.Internationaler Shotokan-Cup

Alle Jahre wieder im Herbst lädt die größte Stilrichtung im DKV nach Rheinland-Pfalz ein, um sich in der Vulkanstadt Mendig zu messen. Auch im siebenden Jahr der Veranstaltung in Mendig sorgte das Helferteam des Karate Dojo Mayen/Mendig und der Nachbarvereine für einen reibungsfreien Ablauf der insgesamt 677 Starts.

Schaute man nur vormittags in die Kreisporthalle Mendig erweckte sich der Eindruck, man sei auf den Landesmeisterschaften des Fachverbandes aus Luxemburg, die den größten Teilnehmerkreis bildeten. Aber auch Starter aus Österreich trugen zu Bestätigung der ‚Internationalität’ des Turniers bei, was sowohl die Kata-Bundesjugendtrainerin Schahrzad Mansouri als auch Kumite-Bundestrainer Thomas Nitschmann für einen internationalen Vergleich ihrer Schützlinge – gerade im Hinblick auf die DM der Schüler und die Senioren-WM in Tokio - nutzten. Unmittelbar nach der Begrüßung durch den Ausrichter und DKV-Stilrichtungsreferenten Shotokan Gunar Weichert konnten die für den Vormittag angesetzten Kata-Wettbewerbe auf insgesamt 6 Tatamis starten.

KATA

Die Trennung Kata vormittags und Kumite nachmittags erwies sich bereits im letzten Jahr als sinnvoll und sorgte – zumindest bis zu den Kata-Siegerehrungen – für eine Punktlandung im Zeitplan.

Mit Sophia Graf bewies der KSV Trier, dass dort nicht nur im Kumite starke Talente hervorbracht werden. In der Klasse der Mädchen setzte sich Sophia bis ins kleine Pool-Finale durch und unterlag dann dort -trotz einer einwandfreien Jion und einer fragwürdigen Kampfrichter-Entscheidung –der späteren Cup-Gewinnerin aus Hessen. Trotzdem bewies sie in der Trostrunde Kampfgeist und sicherte sich überzeugt mit ihrer Chinte Platz 3.

Alle Guten Dinge sind vier – zumindest für die hessischen Kata-Damen:

Neben Annika Rummel vom Hessischen Fachverband HFK, die im Finale der Schülerinnen dank eines Kata-Abruchs Ihrer Kontrahentin aus Bayern lediglich ihre Vorführung beenden musste um sich den Cup-Sieg zusichern, stand mit Fabienne Dyroff bei den Mädchen eine weitere Hessin im Finale. Dort traf der Schützling von BT Karamitsos und BJT Mansouri auf Katja Jansen vom KT Niederrhein die Unsu zeigte. Doch die Vorführung der Gojushiho-Dai der Hessin lies keinen Zweifel an dem 5:0 Votum der Kampfrichter und sorgte somit zum 2. Erfolg des Tages für den HFK.

Doch das sollte es noch nicht für die Kämpferinnen aus Hessen gewesen sein: es folgte noch eine Darbietung einer fehlerfreien Gojushiho-Dai bei den Seniorinnen, denn Sabrina Haas verteidigte mit einem klaren 5:0 gegen die Unsu von Christine Heinrichs vom Bushido Schwenningen ihren Cup-Sieg aus dem Vorjahr.

Unmittelbar im Anschluss ging Sabrina dann auch noch mit dem neu zusammengestellten Kata-Team des Landesverbandes an den Start und sorgte gegen die Auswahl aus Niedersachsen für ihren zweiten 5:0 Sieg und den zweiten Cup an diesem Tag.

Ebenfalls ihren Titel verteidigen konnte die zweifache Cup-Siegerin und amtierende Deutsche Meisterin Ü30 Manuela Klaas vom KD Mayen/Mendig. In Ihrem dritten Finale in Folge behauptete sie mit einem 5:0 und einer fehlerlosen Gojushiho-Dai ihren Anspruch auf ihren dritten Cup-Sieg und zeigte sich in Top-Form um im November ihren nationalen Titel in Berlin wieder zu verteidigen.

Bei den Herren hingegen zeigten sich die Kämpfer der anderen Verbände dominanter, wenn auch mit knapperen Entscheidungen. 3:2 endete sowohl das Finale der Schüler, indem sich Marcel Schmitt (Kenpokai Ludwigshafen) mit Kanku-Dai gegen Dirk Hesse aus Niedersachsen durchsetze, als auch das Finale der Jungen. Hier standen sich Philip Jüttner (KVBW) und Florian Genau (USV Erfurt) gegenüber und beide zeigten Unsu – ein schwieriges Votum hatten daher die Kampfrichter abzugeben, welches dann mit 3:2 zugunsten des Baden-Württembergers endete.

Deutlicher gewann der Österreicher Thomas Kaserer sein Finale ebenfalls mit Unsu gegen Unsu. Sein Kontrahent Stefan Jakob vom Delmenhorster TV konnte nur einen Kampfrichter überzeugen.

Kaserer bewies im Anschluss gemeinsam mit seinem Team, die bereits bei der ESKA-Meisterschaft gezeigten Leistungen und siegte mit einer einwandfreien Gojushiho-Sho und einem beeindruckenden Bunkai mit 5:0 gegen die Auswahl aus Hessen, die die Kata Kanku-Sho zeigten.

KUMITE

Bundestrainer Thomas Nitschmann nutzte den Shotokan-Cup auch in diesem Jahr um diesmal den für die WM in Tokio nominierten Seniorinnen nach den German Open abschließend nochmals eine Vergleichsmöglichkeit zu geben.

WM-Medaillenhoffnung Kora Knühmann, die zum vierten Mal an einer Senioren WM teilnehmen wird und bereits in ihrem ersten Jahr 2002 die Goldmedaille erkämpfen konnte, zeigte sich auch in Mendig in Topform. Die 24-jährige Studentin aus Duisburg marschierte in der Klassen -53kg souverän durch ihren Pool ins Finale und lies auch dort gegen Stella Holczer aus Schifferstadt nichts anbrennen. Dennoch ein beachtlicher Erfolg für Stella!!

Ebenso unkompliziert bestätigte Maria Weiß (TV Hersbruck) ihr Team-Ticket nach Tokio in der Klasse +58kg gegen Ines Brutscher aus Bayern ebenso, wie im Team-Wettbewerb gegen das zweiten DKV-Team und fuhr somit gleich mit 2 Pokalen nach Hause.

Die in der Klasse -58kg nominierte Silvia Sperner aus Memmingen wurde von der amtierenden Junioren Europameisterin Anjela Tazidinova aus Trier am Einzug ins Finale gehindert und auf Platz 3 verwiesen. Im Finale der Europameisterinnnen traf die Rheinland-Pfälzerin dann auf Jana Bitsch (EM’in Jugend) aus Waltershausen, die sich aber die Chance zum Cup-Sieg nicht entgehen lies.

Eine weitere Silbermedaille erkämpfte sich Ina Spröde vom KSV Wirges in der Schüler-Klasse Mädchen +1,60m, die sich zwar souverän durch ihren Pool kämpfen konnte, jedoch im Finale Lisa Schmid aus Bayern unterlag. Trotzdem hat der RKV mit Ina somit eine weitere Medaillenhoffnung für die Schüler-DM in Kaiserslautern.

Bei den Herren beeindruckte der Vorjahres-Zweite Wasja Baumann aus Bremerhaven sowohl +78 kg, als auch in der Allkategorie, die - wenngleich auch mit Faustschützern - im Shobu-Ippon-System ausgekämpft wurde.

Alles in allem gab es wenige Verletzungen an diesem Tage, sofern man nur die Kämpfe im aktuellen WKF-Modus betrachtet.

Am verletzungsreichsten und weniger ansehnlich gestaltete sich das Shobu-Ippon Ü40 – hier wurde den Zuschauern optisch und einigen Beteiligten schmerzhaft der Unterschied zum aktuellen Wettkampf-System deutlich. Leider ist es bei diesem System nicht damit getan lediglich die Schutzausrüstung wegzulassen und weiterzukämpfen wie zuvor!! Im Gegenteil sollten die erfahrenen Kämpfer hier vielmehr die Kontrolle in der Technik zum Vorschein kommen lassen, um entsprechend von den speziell in diesem System geschulten Kampfrichtern honoriert werden.

Wenn gleich auch der langen Wettkampftag erst kurz vor 22 Uhr mit den Siegerehrungen im Kumite abgeschlossen wurde, war der 7.Shotokan-Cup wieder und Dank des bewährten Teams aus Mendig und den benachbarten Dojos ein voller Erfolg.

Volker Bernardy
Pressereferent des Rheinland-Pfälzischen Karate Verbandes

Die Erfolge der RKV-Athleten im Überblick:

 ()  Senioren – Kumite Team Damen 3.Platz  ()

Die Platzierungen der RKV-Athleten im Einzelnen:

1. Platz
Schmitt, Marcel Kenpokai Ludwigshafen Schüler - Kata Einzel Jungen
Klaas, Manuela KD Mayen/Mendig Senioren Ü30 - Kata Einzel Damen
2. Platz
Spröde, Ina KSV Wirges Schüler – Kumite Mädchen +1,60m
Holczer, Stella GR KV Schifferstadt Senioren – Kumite Damen -53kg
Tazidinova, Anjela DKV / KSV Trier Senioren – Kumite Damen -58kg
3. Platz
Graf, Sophia KSV Trier Schüler - Kata Einzel Mädchen

 

© 2006 by RKV

Zuletzt aktualisiert am 18.10.2008 12:33 Uhr

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