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Bericht vom Kata und Kobudo-Lehrgang mit Marcus Gutzmer in Traben-Trabach  

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Kata und Kobudo mit Marcus Gutzmer in Traben-Trabach

Rund 70 Teilnehmer aus verschiedenen Dojos der Region Eifel/Mosel/Hunsrück folgten der Einladung des VfL Traben-Tarbach zu einem weiteren Lehrgangsevent mit Kata-Landestrainer Marcus Gutzmer.

In der Unterstufe erarbeitete der Diplomtrainer aus Kaiserslautern in beiden Einheiten die Kata Heian Nidan und Heian Sandan, die er in Grundschulsequenzen üben lies und die anschließend die Fehlerquellen erläuterte. In gewohnter Weise legte er seinen Focus nicht auf das einfache Erlernen eines Kataablaufs, sondern stellte die – gerade im Kinderbereich wichtige – Schulung der koordinativen und motorischen Fähigkeiten in den Vordergrund; denn je weiter diese Fähigkeiten entwickelt seien, desto zielorientierter könnten die Trainer die Kinder fordern und somit fördern.

Und das dieses Konzept ankommt, war deutlich in den aufmerksamen Gesichtern der meist aus dem Schülerbereich stammenden, jungen Karateka abzulesen.

Die Oberstufeneinheit begann mit Sequenzen; hier aber aus der Kata Empi, die erst in der Grundschule einzeln geübt und anschließend in der Anwendung mit dem Partner vertieft wurden. Durch die vielen Wiederholungen mit und ohne Partner konnte jeder seinen „Flug der Schwalbe“ (jap. = Empi) vertiefen und festigen.

Zusätzlich zu den je zwei Einheiten der verschiedenen Graduierungsgruppen bot Marcus in Traben-Trabach auch noch eine Kobudo-Einheit für alle an.

Kobudo (jap., "alte Kriegskunst") bezeichnet die Kampfkunst mit den auf Okinawa entwickelten Waffen und -techniken. Häufig wurden diese Bauernwaffen aus Handwerkszeugen oder alltäglichen Gegenständen entwickelt wie dem Sai (eine Art

 Dreizack), dem Nunchaku (kurzer Dreschflegel), dem Bo (ein 182 cm langer Stab), den Kama (landwirtschaftlich genutzten Sicheln) oder der Tonfa.

Marcus berichtete kurz von der Entwicklung des Kobudo auf Okinawa, bevor er dann den 15 Neugierigen – darunter auch einige Kinder - die Bo-Kata Tenryu No Kon näher brachte. Trotz anfänglicher Unsicherheiten mit dem neuen Trainingsgerät konnten die Übenden die einzelnen Bo-Sequenzen soweit verinnerlichen, dass gegen Ende der Einheit alle die neue Kata nahezu fehlerfrei selbständig laufen konnten.

Die letzte Einheit des Tages versprach der Oberstufe die Vertiefung der Kata Chinte, welche sich im Besonderen durch den außergewöhnlichen Schluss auszeichnet. Den zahlreichen kursierenden Erklärungen wie z.B. ‚der Meister starb, bevor er seinem Schüler den Schluss der Kata beibringen konnte’ erteilte Marcus eine kategorische Absage und erläuterte verschiedene interessante Bunkai-Varianten, die dann natürlich erst mit dem Partner vertieft wurden, um dann abschließend der Form der „Seltenen Hand“ (jap. = Chinte) den verbesserten und gewünschten Ausdruck zu verleihen.

Im Anschluss an das Training nahm Marcus noch Kyu.-Prüfungen ab, bevor er dann noch einigen DAN-Prüflingen im Einzeltraining Tipps für deren DAN-Prüfung mitgeben konnte.

Auch für das kommende Jahr plant der VfL Traben-Trabach wieder einige interessante Events: Der nächste Lehrgang wird am 14.02.2009 mit Bernd Otterstätter das Thema Bunkai-Jutsu & SV anbieten.

Volker Bernardy RKV-Pressereferent

© 2006 by RKV

Zuletzt aktualisiert am 21.09.2008 13:42 Uhr

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