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1. Lehrgang mit Pino Arcieri
in Zweibrücken
Auch
dieser Lehrgang mit Pino Arcieri stand wieder unter dem
Motto „Stand, Distanz, Timing und Effektivität“. Trotz
brütender Hitze lockte das inhaltlich abgerundete Training
des ehemaligen Kata-Landeskadertrainers Rheinland-Pfalz am
letzten August-Wochenende fast 100 Teilnehmer in die kleine
Grenzstadt zum Saarland.
Gewissermaßen erlebte die ehemalige Residenzstadt des
Großherzogtums Zweibrücken eine Premiere: Die Veranstalter
des Lehrgangs, die Mitglieder des Dojos „VT Shotokan
Zweibrücken“, freuten sich, Sensei Arcieri erstmals zu einem
Lehrgang im Saar-Pfalz Gebiet begrüßen zu dürfen. Vormittags
vermittelte Pino Arcieri in der ersten Trainingseinheit der
Unterstufe grundlegende Übungen zu Stellung und Distanz. Des
Weiteren standen ein anspruchsvolles Kihon und die Technik
des „Yoko-Geri“ im Mittelpunkt.
In der Oberstufe beschäftigte sich der ehemalige
Landestrainer und Schüler von Shihan Shirai mit der Kata „Meikyo“
und dem dazugehörigen Bunkai. Auch hier wurde wieder die
Trinität von Standfestigkeit, Distanz und Timing deutlich,
welche maßgebliche Kriterien für sinnvolle,
anwendungsbezogene und vor allem effektive Techniken sind.
Am Nachmittag trainierte die Unterstufe die Kata „Heian
Sandan“ – nicht aber ohne eine knappe Wiederholung des
vormittäglichen Trainings. Auch stand, wie schon im ersten
Training der Oberstufe, Distanz, Stand und Timing im
Mittelpunkt. Durch den Vergleich der beiden Einheiten wurde
vor allem der didaktische und logische Aufbau des von Sensei
Pino vermittelten Konzeptes deutlich.
Im darauffolgenden Training der Mittelstufe rückte die Kata
„Tekki Shodan“ in den Fokus der Trainierenden, wobei Arcieri
interessante Impulse für das Training von Kata und Bunkai
vermittelte. In der abschließenden Einheit übte die
Oberstufe zunächst verschiedene Kumite-Kombinationen, welche
sich später zum Jyu Ippon Kumite zusammenfügten. Danach
wurde das am Vormittag vermittelte Bunkai der Kata „Meikyo“
wiederholt, ehe Sensei Arcieri, zum Ende den Ablauf der Kata
„Gankaku“ üben ließ.
Wie auch schon in Birkenfeld bildete der „Kranich auf dem
Felsen“ einen gelungen Abschluss für einen äußerst
interessanten Tag, der wieder viele neue und
erkenntnisreiche Einblicke in die Welt des klassischen
Karate-Do erlaubt hatte. Zu bewundern bleibt stets die Art
des Trainers selbst, der es trotz großer Hitze verstand,
alle Teilnehmenden zu motivieren und immer wieder aufs Neue
anzuspornen, um noch einmal das Letzte aus sich
herauszuholen.
Darüber hinaus nahm sich Pino Arcieri Zeit für
Erläuterungen, stand stets für Fragen zur Verfügung und nahm
am Ende einen gebührenden Applaus entgegen. Zu erwähnen
bleibt noch das große Engagement aller Beteiligten des
Karate Dojos „Shotokan VT Zweibrücken“, die ihr übriges dazu
beigetragen haben, um den Tag zu einem besonderen Ereignis
zu gestalten.
Doch, last but not least, hat sich vor allem Heinz Müller
und sein Team – beim Verkauf von Speisen und Getränken - als
tragende und organisierende Kraft erwiesen, die dazu
beigetragen haben, dass dieser Tag eine erstklassige Note
verdient hat.
Christian Böhm, VT Shotokan Zweibrücken |