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Breitenssportlehrgang mit
Bernd und Elke Otterstätter
Am
10.03.2007 fand im Dojo Traben-Trarbach ein Bunkai Jutsu
Lehrgang mit Bernd und Elke Otterstätter statt. Zu diesem
Lehrgang fanden sich ca. 50 Karateka aus verschiedenen Dojos
ein, die lernen wollten, wie Karate wirklich funktioniert.
Zu Beginn des Lehrganges fand eine Theoriestunde statt, bei
der alle Teilnehmer sich über Karate und Selbstverteidigung
äußern konnten. Hier und im weiteren Verlauf des Trainings
wurde deutlich, dass viele Karatetechniken ganz anders
interpretiert werden müssen, wenn sie in einer realen
Verteidigungssituation eingesetzt werden müssen. Leider wird
dies nicht überall geschult und hat mit den
Wettkampfdisziplinen wenig zu tun. Wobei Bernd auch deutlich
herausstellte, dass er nichts gegen den Wettkampf hat,
sondern dies lediglich eine andere Facette des Karate
darstellt, die sich auch positiv in der Entwicklung eines
Karateka äußern kann.
Die erste Trainingseinheit wurde in die
Gruppen Frauen und Männer unterteilt. Elke Otterstätter
zeigte in ihrer Einheit Selbstverteidigungstechniken für
Frauen, die auch in der Realität funktionieren. Frauen haben
nicht so viel Kraft wie Männer und müssen sich mit anderen
Techniken zur Wehr setzen. Aber auch diese Techniken wurden
aus den Karatekata entnommen.
Die Männer lernten unterdessen die wahren
Anwendungen des Age-Uke, der in der Kihon-Ausführung als
Block eigentlich gar keine Anwendung findet. Aber auch diese
Technik ist durchaus effektiv wenn man sie anders
interpretiert, z.B. als Aufnahmetechnik zum weiterführen,
als Konter oder auch als Würgetechnik
In
der zweiten Einheit trainierte die Ober- und Unterstufe
getrennt. Elke übernahm die Unterstufe und Bernd die
Oberstufe. Trainingsinhalt waren Bunkai-Elemente aus den
Kata in der realen Anwendung. Viele Teilnehmer waren
überrascht, dass viele Techniken in Nahdistanzen angewandt
werden können, die ein Karateka selten gelernt hat. Auch
waren vielen Teilnehmern die Hebeltechniken des Karate noch
nicht geläufig. Bernd zeigte unter anderem Elemente aus den
Kata Heian Nidan, Heian Sandan, Hangetsu und Kanku Dai.
Zum Schluß zeigte Bernd verschiedene
Abwehrmöglichkeiten gegen Standard-Messerangriffe, er
stellte aber auch deutlich heraus, dass die
Verteidigungschancen sehr gering sind gegen geschulte
Messerangreifer.
Der Abschluß stellte Elkes Qi-Gong
Einheit dar, in der alle nochmals vom Training entspannen
konnten.
Alles in allem war dieser Lehrgang ein
großer Erfolg, zeigten beide Referenten, dass auch Karate
fernab von den Wettkampfdisziplinen eine effektive
Verteidigungsmöglichkeit bieten kann. Dabei sind diese
Bunkai-Elemente keine neue Erfindung, sondern stellen sie
das eigentliche Ur-Karate da, so wie es früher von den
Meistern auf Okinawa gelehrt wurde.
Beide Trainer konnten alle Teilnehmer für
dieses, leider noch seltene und exotische Thema begeistern,
und der VfL Traben-Trarbach wird im nächsten Jahr diesen
Lehrgang mit beiden Trainern wiederholen.
Zuletzt sollte noch ganz besonders die
Leistung des Karateka Klein Herrmann Josef vom Budokan Linz
genannt werden, der mit seinen 70 Jahren eine hervorragende
Leistung bei der Kyu-Prüfung zeigte und den 3.Kyu von Bernd
Otterstätter überreicht bekam.
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