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Bericht vom 3. BUNKAI-JUTSU-Lehrgang mit Bernd Otterstätter in Daun  

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3.BUNKAI-JUTSU-LEHRGANG MIT BERND OTTERSTÄTTER

Rund 70 Karateka fanden am 03.November den Weg nach Daun, um der Einladung des Karate Dojo Vulkaneifel zum 3. Bunkai-Jutsu-Lehrgang mit dem RKV-Sportreferenten Bernd Otterstätter (5.DAN) zu folgen.

Wie in den vergangenen Jahren war die Halle wieder mit Judomatten ausgelegt, was den Lehrgangsteilnehmern nicht nur in der letzten Einheit (Arbeiten am Boden) zu gute kam. Ebenfalls bot die Ausschreibung wieder insgesamt 3 Einheiten für alle Trainingsgruppen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Dojoleiter Volker Bernardy startete das ‚bunte Treiben’ auf den Tatamis, denn die erste und die vierte Einheit des Tages war für alle Graduierungen – also von weiß bis schwarz - angedacht. Wie in den Vorjahren verstand es Bernd in seinem anschließenden Aufwärmtraining die Halle und natürlich auch die Karateka schnell auf Betriebstemperatur zu bringen, und ging sodann zum ersten Schwerpunkt über.

In seiner kurzen Einführung machte Bernd den Teilnehmern noch einmal deutlich, dass es - zumindest für diese Lehrgangseinheiten - sinnvoll sei, sich von den klassischen Stilen zu trennen. Denn auch wenn die klassischen Kata aller Stile Selbstverteidigungselemente beinhalten, so zeigt sich in den letzten Jahrzehnten eine Entwicklung im Bereich der Kata, die die ursprünglichen Elemente der Selbstverteidigung – durch die Orientierung am Wettkampf - nach und nach in den Hintergrund treten lassen. Dadurch würde es auch für die Trainer immer schwerer, den Schülern für die heute zu zeigenden Techniken eine vernünftige Erklärung zu vermitteln.

„Dabei wurde die Kata ursprünglich als Gedächtnis unterstützende Übung gelehrt und nicht primär als Kunst des Kämpfens“, zitierte der Referent den Großmeister Patrick McCarthy, der noch im Frühjahr einen Lehrgang im RKV anbot. „Mit dem Anliegen die entwickelten Verteidigungen realitätsnah zu üben, wurden die FUTARI GEIKO (jap.für 2-Personen-Drill) eingeführt, welche fortwährend geübt werden konnten und beide Partner in ständigem Wechsel mit der Aufgabe konfrontiert, sowohl den Angriff auszuführen, als auch sich gegen ihn zur Wehr zu setzen“, so Bernd in seinen Ausführungen weiter.

Der „2-Personen-Drill“ in der ersten gemeinsamen Trainingseinheit begann mit einfachen Techniken, die sich – wie in der der Kata – im Laufe der Übungen zu einem Ganzen zusammenfügten und für Begeisterung bei den Teilnehmern sorgte. Auch hier verwies Bernd nochmals auf die geschichtlichen Hintergründe des Okinawa-Te, denn die Chinesischen Meister lehrten ihren Schülern im Allgemeinen zunächst die einzelnen Angriffe, die es zu studieren galt, um dann mit Hilfe der 2-Personen-Drills, Kompetenz im Umgang mit diesen Angriffen entwickeln.

Nach 90 Minuten schloss sich dann die Oberstufeneinheit mit dem Schwerpunkt SV Bunkai aus den Kata an. Mit Elementen aus verschiedenen Kata, darunter Kanku-Dai, Tekki Nidan & Gojushiho-Sho, zeigte Bernd die ‚ursprünglichen’ Anwendungen und wie sich diese leicht mit dem Partner zur SV üben und ausbauen lassen. Auch wenn der ein oder andere Finger in Richtungen gebogen wurde, die sich der Besitzer nur schwer im Vorfeld hatte vorstellen können, so waren doch alle von diesen Eindrücke und Erfahrungen begeistert.

Die Grundlagen der SV lernte die Unterstufe nach einer kurzen Mittagspause kennen und der Einsatz der Pratzen machte vor allem den zahlreichen Kindern reichlich Spaß.

Im Anschluss fanden sich dann wieder alle in der gemeinsamen, abschließenden Einheit mit dem Thema Arbeiten am Boden ein. Hier erwiesen sich die Judomatten wieder als sinnvolles Trainingsgerät, denn auch die Fallschule wurde hierzu nochmals wiederholt und vertieft. Für alle Teilnehmer, vor allem aber für die Trainer zeigte sich wieder einmal, wie interessant man das Thema Selbstverteidigung gestalten kann und wie umfangreich die Auswahl der vorhandenen Techniken und Kata unserer Kampfkunst doch ist.

Ein großes Dankeschön aller Teilnehmer geht an unseren Referenten Bernd der zum dritten Mal für einen sehr interessanten Lehrgangstag in Daun sorgte , an die angereisten Teilnehmer und auch an die vielen fleißigen Helfer des Dojo Vulkaneifel für die gute Organisation und die Sorge um das leibliche Wohl.

Mario Schneider Karate Dojo Vulkaneifel

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Zuletzt aktualisiert am 09.02.2008 20:02 Uhr

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