|
Der Rheinland-Pfälzische
Karate Verband trauert um seinen langjährigen Landestrainer
Norbert Schmidt
Norbert
Schmidt wurde am 26.04.1955 geboren. Seine Karatelaufbahn
begann 1975 im Karate Dojo Montabaur. In der Zeit von 1976 bis
1988 leitete er das Karate Dojo Montabaur, wobei er
gleichzeitig auch als Trainer aktiv war. Die Prüfung zum 1.
Dan konnte er nach 7 Jahren intensiven Trainings 1982 ablegen.
Die Prüfung zum 2. Dan folgte dann 1985.
Mit der Gründung des KSV Wirges im Jahre 1988 begann dann die
Zeit in der sich Norbert im Wesentlichen auf die
Nachwuchsarbeit im Verein konzentrierte. Ein vereinseigenes
Dojo und die Freiheit seine Ideen nun ohne äußere Zwänge
umsetzen zu können, waren eine gute Basis für seine weitere
Arbeit. Mit kurzen Unterbrechungen leitete er auch den KSV
Wirges bis 2006.
Aber nicht nur die Arbeit im eigenen Verein sondern auch das
Wohl des Rheinland-Pfälzischen Karate Verbandes lag Norbert
sehr am Herzen. So war er für einige Zeit als Pressereferent
im RKV tätig. In dieser Zeit war er maßgeblich an der
Gestaltung des RKV-Magazins beteiligt. Seine eigentliche
Berufung trat aber erst zutage, als er 1995 den Posten des
Landestrainers Kumite für die Schüler und Jugend übernahm.
Hier, so schien es für alle, fand Norbert seine ganze
Erfüllung. Junge Talente suchen, finden und dann entsprechend
fördern, war eines seiner Ziele. Nicht nur auf das praktische
Training sondern auch die finanziellen Nöte der Athleten legte
Norbert sein Augenmerk. Immer wieder setzte er neue Konzepte
und Verbesserungen innerhalb des RKV-Präsidiums durch. So
ließen dann die Erfolge auf Vereins- sowie auch auf Landes-
und Bundesebene nicht lange auf sich warten. Es kommt nicht
von ungefähr, dass der KSV Wirges von seiner Gründung an der
Verein mit den erfolgreichsten Kumite Kämpfern im RKV ist.
Zusammen mit seinem Freund Walter Hehl führte er viele
Athleten des KSV Wirges und auch des RKV zum sportlichen
Erfolg. Der wohl größte Erfolg, für ihn als Trainer, war wohl
sicherlich der Gewinn der Junioren Vize-Weltmeisterschaft von
Lukas Grezella in Marseille, 2003.
Erst
mit Beginn seiner schweren Krankheit im letzten Jahr zog er
sich gezwungenermaßen von seiner Trainertätigkeit zurück. Als
wir von seiner Krankheit erfuhren, hofften wir alle mit ihm,
dass die medizinischen Möglichkeiten heute ausreichend sind
und er wieder gesund wird. Norbert Schmidt kämpfte mit aller
Kraft und mit der Unterstützung seiner Familie gegen die
Krankheit an. Bis Anfang dieses Jahres schienen seine
Anstrengungen auch von Erfolg gekrönt zu sein. Mit einem
Besuch von Norbert bei der Landesmeisterschaft in
Idar-Oberstein zeigte er uns, dass er weitere Fortschritte bei
seiner Genesung gemacht hat. Die herzliche Aufnahme durch
seine Kaderathleten und die Sportkameraden hat ihm sichtlich
gut getan und keinen mehr an Rückschlag denken lassen. Wir
freuten uns alle mit ihm über den positiven Genesungsverlauf.
In den letzten Wochen verschlechterte sich sein
Gesundheitszustand jedoch sehr schnell. Dass es aber so
schnell gehen würde, damit hatte niemand gerechnet. Wir waren
tief betroffen, als wir vom Tod von Norbert Schmidt erfahren
haben. Unsere Anteilnahme gilt besonders seiner Familie und
den Angehörigen. Er wird uns sehr fehlen als Mensch, Freund
und Trainer.
Wir werden dir, lieber Norbert, ein ehrendes Andenken
bewahren.
Gunar Weichert, Präsident des Rheinland-Pfälzischen Karate
Verbandes |