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Bericht vom Kagami Biraki beim 1. JJJKC Haßloch  

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Kagami Biraki: Ein toller Start ins neue Jahr

Ein Brauch, der seinen Ursprung im alten Japan hat, wird auch in der Karate Abteilung des 1. JJJKC Hassloch zur Tradition. Bereits seit einigen Jahren findet immer am ersten Samstag des neuen Jahres das Kagami Biraki (Anschneiden der Neujahrsmochi (Reiskuchen)) statt. Bei uns in der Karateabteilung wird aber nicht nur gefeiert, sondern auch hart trainiert. Dabei handelt es sich nicht nur um ein einfaches Karate Training, vielmehr auch um Willensschulung und der Überwindung der eigenen Grenzen.

So fanden sich auch in diesem Jahr 38 Karatekas allen Alters und aller Leistungsklassen unter der Leitung von Bernd Otterstätter zu einem gemeinsamen Training ein, das auf etwa zweieinhalb Stunden angesetzt war und um 10 Uhr begann. Bernd leitete das Training dann auch gleich mit 650 Sanbon Zuki und 350 Nukitetechniken, ebenfalls als Dreierkombination. Durch das schweißtreibende Training und die vielen Kiai´s entstand eine Gruppendynamik, die einen an die eigenen Grenzen brachte, manch einen auch noch ein bisschen darüber hinaus.

Den Zuki folgten mehrere 100 Mai Geri einzeln wie als Kombination, z.B. auch mit Absetzen Kizami Tsuki, Gyaku Zuki, sowie Yoko Geri und Mawashi Geri, ebenfalls als Kombinationen. Freilich war eine völlig einwandfreie technische Ausführung bei solch einer Menge von Schlägen und Tritten nicht mehr möglich. Als nächstes folgte eine Art Zirkeltraining, für das Dreier- und Vierergruppen gebildet wurden, um an Sandsäcken, Pratzen, Makiwara und Gewichten, Abhärtung, Kraft und Technik zu schulen.

So wurden an den Pratzen im Wechsel jeweils von zwei Partnern Haito Uchi geschlagen, oder Hiza Geri getreten, während der dritte Partner die Pratze halten musste. Am Makiwara wurden ebenfalls im Wechsel verschiedene Schlagtechniken geübt, sodass sich jeder auch mal über eine kleine Verschnaufpause freuen konnte. Stand einer Gruppe einmal kein Übungsgerät zur Verfügung, musste sie die Zeit mit Situps oder Liegestützen überbrücken.

Um 13 Uhr beendeten wir (endlich) völlig fertig, und mit einigen blauen Flecken, aber einem guten Körpergefühl die anstrengende Hälfte des Tages. Endlich konnten wir zum gemütlichen Teil unseres alljährlichen Rituals übergehen. Alle Teilnehmer trafen sich im Vereinsheim, bei Sake, Pflaumenwein, verschiedenem asiatischen Gebäck und bester Laune zu einem geselligen Miteinander, bei dem sich die Gelegenheit zur ausgelassenen Unterhaltung bot, die ja sonst nur unter der Dusche möglich ist. Obwohl der Muskelkater einige Tage anhalten sollte – oder gerade deshalb – ist es ein schöner Einstieg und eine tolle Motivation für das neue Trainingsjahr geworden.

P.S: An dieser Stelle möchte ich mich gerne für den Einsatz unserer Trainer und insbesondere bei Elke und Bernd Otterstätter sowie bei Reinhold Roth für Ihren stetigen Einsatz bedanken.

Stefanie Ehmann

© 2006 by RKV

Zuletzt aktualisiert am 09.02.2008 20:03 Uhr

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