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Bericht von der Arbeitsgruppe Jukuren  

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JUKUREN – worum geht es?

Der Deutsche Sportbund ist aufmerksam geworden auf eine besondere Aktivität des Deutschen Karateverbandes. Seit ca. 2 Jahren arbeitet dort eine Arbeitsgruppe Jukuren unter der Leitung von Elisabeth Bork an einem Rahmenkonzept, um nicht nur Menschen mittleren Alters sondern auch all denjenigen, die sich nicht richtig trauen mit einem „sanften Einstieg“ den Zugang zum Karatesport zu erleichtern. Die Bevölkerungsentwicklung und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Menschen werden immer älter und bleiben immer länger fit. So belegt auch die Mitgliederentwicklung im DKV diese Tendenz, denn während die Mitgliedergruppe der unter 18-jährigen abnimmt, nimmt die Gruppe der über 35-jährigen zu. Gerade diese Mitgliedergruppe verdient besondere Aufmerksamkeit seitens der Verbände und der Dojos, sind es doch gerade diejenigen, die schon aufgrund ihres Alters wertvolle Erfahrungen, Verbindungen und Kontakte mit in die Verein und Verbände bringen können. Seitens des RKV ist Frauenreferentin Uschi Panschar Mitglied dieser Arbeitsgruppe und arbeitet dort zusammen mit ihrem Mann Arnold Panschar, der als Beauftragter des DKV dort tätig ist, aktiv an der Ausgestaltung des Projektes mit.

Auf der Internetseite des DSB www.richtigfit-ab50.de wird die Arbeit dieser Arbeitsgruppe vorgestellt und gewürdigt. Erfreulich aus meiner Sicht ist, dass der DKV als bisher einziger Fachverband dort aufgeführt ist, der sich mit diesem Modellprojekt diesem Personenkreis zugewandt hat. So heißt es in der Veröffentlichung:

  • Schließlich gibt es immer mehr Menschen ab dem mittleren Lebensalter. Diese Zunahme lässt sich darauf zurück führen, dass Mitglieder, die in den 70er und 80er Jahren mit Karate begannen (Karate war in dieser Zeit ein Trendsport), heute Mitte 30 bis Mitte 50 Jahre alt sind und heute immer mehr Späteinsteiger/innen zum Karatesport finden. Für den DKV sind die dauerhafte Bindung erfahrenen Karateka und die Gewinnung von neuen Mitgliedern nicht nur in diesen Altersgruppen deshalb eine wichtige Aufgabe.

Aber auch die Erkenntnis, dass Karatesport sich hervorragend eignet zur Gesunderhaltung von Körper und Geist macht unsere Sportart für immer mehr Neueinsteiger interessant. Hier nun weitere Auszüge aus der Internetveröffentlichung des Deutschen Sportbundes:

Die Arbeitsgruppe –Jukuren hat sich daher zwei große Ziele gesetzt:

  1. Karate-Do soll intern und in der Öffentlichkeit als ein Weg (Sport) für Menschen ab dem mittleren Lebensalter dargestellt werden.

  2. Erfahrene Karateka und Späteinsteiger/innen ab dem mittleren Lebensalter sollen in Vereinen und im Verband Angebote vorfinden, die ihre Bedürfnisse und Wünsche berücksichtigen.

Aus den genannten Zielen wurden u.a. folgende Maßnahmen abgeleitet:

  • Für den unpassenden Begriff „Karate der Älteren“ wurde als neutrale und gleichzeitig positive Bezeichnung „Jukuren“ (= die „Erfahrenen“) gefunden, die jetzt innerhalb des DKV´s bekannt gemacht wird. Außerhalb des DKV kommt die Beschreibung „ab dem mittleren Lebensalter“ hinzu.

  • Intern und extern soll deutlich gemacht werden, dass man Karate in (fast) jedem Alter beginnen und es in dieser Kampfkunst bis zum Dangrad schaffen kann.

  • Unsere älteren Meister und Meisterinnen sollen intern und extern als Vorbilder heraus gestellt werden.

  • Für die Werbung wurden Plakate und werden noch Infomaterialien entwickelt.

  • Publikationen in verschiedenen Magazinen sollen genutzt werden, um den gesundheitlichen Wert des Karate-Do herausstellen.

Damit die Angebotsstruktur für Jukuren innerhalb der Dojos, Landesverbände und beim DKV nachhaltig verbessert wird, sind folgende Maßnahmen geplant und z.T. bereits umgesetzt worden:

  • Vereinsbefragung
    Die Ergebnisse zeigen, dass in vielen Vereinen ein großes Interesse an dieser Altersgruppe und an Fortbildungsmaßnahmen gibt. (siehe: „Jukuren : Ein hochaktuelles Thema in vielen Dojos“)

  • Dezentrale Lehrgänge für Jukuren (Ausrichtung über LV´s )

  • Regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen für Übungsleiter/innen
    (2006 werden mehrere eintägige Fortbildungen vom DKV angeboten)

  • Erarbeitung einer Ausbildungskonzeption „Karate der Jukuren“ (Ül-B-Ebene)

  • Informationen und Fortbildungen für Prüfer/innen (Prüfungsempfehlungen)

  • Im DKV-Magazin werden regelmäßig interessante Beträge für Jukuren und über erfolgreiche Projekte veröffentlicht.

  • Die Internetseite des DKV wird für Informationen über spezielle Lehrgänge, Fortbildungen oder andere Maßnahmen im Jukurenbereich und zur Werbung für diese Altersgruppe genutzt.

  • Qualitätssicherung und wissenschaftliche Begleitung des Projektes.

Es wird wohl noch eine Weile dauern bis alle gesteckten Ziele zufriedenstellend erreicht sind. Der Weg ist seitens des DKV mit der Einsetzung der Jukuren-Arbeitsgruppe vorgegeben. Die Landesverbände werden gefordert sein, dieses lohnende Ziel zu unterstützen.

Uschi Panschar
RKV-Frauenreferentin

© 2006 by RKV

Zuletzt aktualisiert am 09.02.2008 20:03 Uhr

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