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Bericht vom 6. Kinder-, Schüler- und Jugendlehrgang mit Landestrainer Kata Pino Arcieri in Montabaur   

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Sommerfreuden und hochwertiges Grundlagentraining
6. Kinder-, Schüler- und Jugendlehrgang mit Landestrainer Kata Pino Arcieri in Montabaur

Montabaur, 08. Juli 2006: Sonne brennt, Schweiß läuft, Technik sitzt. Der traditionelle Lehrgang der Karatejugend Rheinland-Pfalz mit Pino Arcieri hat sich auch dieses Jahr wieder als voller Erfolg gezeigt. Inhaltlich brillant aufbereitete Trainingzusammenstellungen bildeten die Grundlage für das Training des seit Jahren erfolgreichen Landestrainer Kata. Kombinationen, welche sowohl mit Grundschultechniken für Einsteiger, als auch mit Katakombinationen für Fortgeschrittene die unterschiedlichen Anforderungsbedürfnisse zu bedienen im Stande waren. Selbst die alten Hasen des Jugendvorstandes, welche schon viel gesehen haben, konnten hier einen Trainingserfolg für sich erreichen und waren begeistert bei der Sache.

Für jeden, der als Übungsleiter und Trainer oder auch Betreuer an diesen Lehrgängen teilnimmt, ist zu erkennen, dass ein klares Konzept hinter den angesagten Techniken steht. Es hat nichts mit dem Vorlesen aus der Prüfungsordnung zu tun. Ein solches Training bereitet jeden auf mehr vor als Kihon, Kata, Kumite oder Bunkai. Diese Inhalte vermögen die Basis des Karate an sich zu vermitteln.

Egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittener, Breiten- oder Leistungssportler, Schüler oder Meister, über die Stellgrößen Amplitude und Frequenz kann sich jeder selbst, auf Basis der angesagten Techniken, ein zu erreichendes Trainingsziel vorgeben und nach Vermögen ändern. Für alle, denen Amplitude und Frequenz zu theoretisch sind, sollen hier Begriffe wie Wiederholungszahl und Intensität, bzw. Umfang als Schlagworte dienen, um zu erfühlen, was gemeint ist. Aber wie immer gilt auch hier: „Nur wer mitmacht, kann mitreden!“

Also frisch ans Werk und selbst mal mit den Kindern ausprobieren, auf was sie besser ansprechen. Prüfungsordnung rauf und runter, oder eine Grundtechnik in vielen verschiedenen Variationen (vorne, hinten, rechts, links, Drehung über Bauch oder Rücken mit verschiedenen Winkelmaßen, usw.), oder für alle Fortgeschrittenen dieselben Richtungen und Variationen mit Kombinationen und den verfügbaren Karatestellungen füllen und somit anspruchsvoller gestalten.

Anspruch ist ein Schlagwort, das einem Trainer oder Übungsleiter oft die Gedanken zu füllen vermag. Der Anspruch des Trainers oder Übungsleiters an sich, sollte nicht unbedingt das Maß sein, mit dem jeder Schüler gemessen wird. Interessanter ist der Anspruch, den der Schüler an sich selbst stellt. Eine der vielen Ausdrucksformen, an denen man den Anspruch an sich selbst erkennen kann, ist der Ehrgeiz. Will der Schüler die gestellte Aufgabe lösen? Auch wenn er die angesagte Kombination nicht als Aufgabe ansieht, wird sich dennoch sehr schnell zeigen, ob er/sie mit Einsatz bei der Sache ist. Den Anspruch der Kinder und Jugendlichen an sich selbst zu stärken, bedeutet in vielen Augen nichts anderes, als ihnen ein Selbstwertgefühl zu geben und Selbstvertrauen zu ermöglichen. All dies war bei den Teilnehmern des Lehrgangs zu erkennen. Nicht jeder konnte alle gestellten Aufgaben lösen, aber alle haben sich nach ihren Möglichkeiten eingebracht und Leistung gezeigt.

Der Lehrgang wird durch den Veranstalter (RKV-Jugend), den Ausrichter (SKD Montabaur) und die Teilnehmer als Erfolg gewertet, auch wenn mit einer sehr überschaubaren Teilnehmerzahl nicht viele von dem gebotenen Training profitieren konnten. Die Anzahl derer, die an dem ausgeschriebenen Teilnehmerturnier teilnahmen, hat zu einer Zusammenlegung der Gruppen geführt. Somit haben auch die noch unerfahrenen Teilnehmer die Chance gehabt, gegen die älteren und erfahrenen Gegner anzutreten und zu zeigen, was sie zu leisten im Stande sind. Während der Durchführung zeigte sich wieder einmal, dass eine ordentlich vorgetragene Heian Shodan durchaus besser ist als eine Oberstufen- oder gar DAN-Kata.

Alle Teilnehmer erhielten für ihren Einsatz eine Ehrenurkunde. Im Fortgang waren die Mitglieder des Jugendvorstandes Thomas Hild und Leo Stibitz stolz, die beiden Drittplatzierten Anna Müller (Mayen-Mendig) und Selina Backenberg (Puderbach), den Zweitplatzierte Jan Hansen, sowie die Siegerin Janina-Petra Köcher (Budokai Worms) mit einer Urkunde für die entsprechende Platzierung zu ehren und mit Glückwünschen den Tag abzuschließen.

Auch dieser Tag kennt keine Verlierer, denn alle die mitgemacht haben, sind Gewinner. Der Jugendvorstand dankt allen Beteiligten und besonders den Eltern und Betreuern für das unermüdliche Engagement. Ebenfalls danken wir Pino Arcieri für seinen langjährigen Einsatz in der Jugendarbeit des Rheinland-Pfälzischen Karateverband e.V. Wir hoffen auf eine Fortführung des Lehrgangs im Sinne der Kinder und Jugendlichen im nächsten Jahr.

© 2006 by RKV

Zuletzt aktualisiert am 09.02.2008 20:03 Uhr

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