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Lehrgang mit den
Mitgliedern des Jugendvorstandes in Sprendlingen
Zum jährlich stattfindenden Lehrgang mit
dem Jugendvorstand wurde in diesem Jahr am 04.11.2006 nach
Sprendlingen geladen. Die Verantwortlichen der TSG
Sprendlingen Valeri Haberlach und Annerose Gundlich sind
sich in ihrem Urteil über die Veranstaltung einig und sagen
„Immer wieder gern!“.
Die in Trägerschaft des RKV angebotenen
Lehrgänge erfreuen sich nach wie vor wachsender Beliebtheit,
was nicht zuletzt an den geringen Kosten liegen dürfte. Zum
Glück wird der inhaltliche Schwerpunkt nicht vernachlässigt.
Frei nach dem Motto: „Man muss nicht gefallen, aber wenn’s
gefällt, ist es auch nicht schlimm!“ wurde von Thomas Hild
(Jugendreferent) und Leo Stibitz (stellv. Jugendreferent)
ein Tag mit viel Training (vier Trainingseinheiten) und Spaß
(in jeder Einheit) geboten. Durch das Setzten von
Trainingsschwerpunkten wurde erreicht, dass jeder der 40
Teilnehmer seine Stärken und Schwächen erkennen konnte. Im
modernen Karate sind die Übergänge zwischen Kihon, Kata und
Kumite durchaus fließend und können somit genutzt werden, um
Schwächen in einem Bereich durch Stärken in einem anderen
Bereich auszugleichen. Dabei ist es einzig und allein
notwendig, sich der bekannten Trainingsgrundsätze und –prinzipien,
z.B. vom „Bekannten zum Unbekannten“ und vom „Einfachen zum
Schweren“ zu bedienen, um den Kindern und Jugendlichen
bisher unverständliche Dinge im Karate nahe zu bringen. Ein
Kind, das eine saubere Grundschule zeigt und dennoch
Probleme bei Kata hat, sollte sich mit Kumiteübungen die
notwendige Flexibilität aneignen können. Ebenso können
Kinder und Jugendliche, die schon einige Kumiteformen
beherrschen und mit einem Partner umgehen können, sich
durchaus über das Bunkai an Kata heranarbeiten und somit
auch den Sinn und Zweck des (sauberen) Kihon besser
verstehen und fühlen.
Diese Ansätze wurden in den
Trainingseinheiten umgesetzt und obschon sie nichts wirklich
Neues beinhalteten, waren alle Beteiligten und Zuschauer
begeistert. Aus der Sicht eines Trainers kann ich sagen,
dass dieser Tag bei der TSG Sprendlingen entspannender war,
als ich es mir erwartet habe. Alle Trainer und Übungsleiter
können es mir nachempfinden, wenn ich anmerke, dass schon
eine Trainingseinheit oft sehr anstrengend sein kann. Im
Normalfall ist man nach einem Tag mit vier
Trainingseinheiten und einer Halle voller Kinder und
Jugendlicher völlig fertig. Die Trainer bedanken sich bei
der TSG Sprendlingen für die gelungene Veranstaltung und
wünschen weiteres gutes Gelingen.
Den Abschluss des Tages bildeten einige
Kyu-Prüfungen. Begeistern konnte hierbei Jennifer Hain aus
Göttschied, die mit allem, was sich ein Prüfer wünscht, die
Prüfung absolvierte. Um es kurz zu machen, sie wusste zu
begeistern. Allerdings wurde auch deutlich, dass jeder
Trainer und Übungsleiter sich seiner großen Verantwortung
bewusst sein sollte. Es dürfen sich keine Fehler
einschleifen, nur weil der Trainer keine andere Meinung
zulässt, oder die Trainierenden nicht aktiv dazu auffordert,
auf Lehrgängen ihren Horizont zu erweitern.
Der Jugendvorstand dankt allen
Teilnehmern, Trainern, Eltern, Betreuern und den fleißigen
Helfern des Ausrichters.
Autor: Thomas Hild, Jugendreferent des
Rheinland-Pfälzischen Karateverband e.V. |