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Kinder-, Schüler- und Jugendlehrgang mit LT Pino Arcieri in
Mainz-Bretzenheim

Wie jedes Jahr, sind auch dieses Jahr viele Kinder, Schüler
und Jugendliche, sowie deren Trainer und Übungsleiter dem Ruf
des Jugendvorstandes gefolgt und haben am Sichtungslehrgang
mit LT Pino Arcieri teilgenommen. Wie jedes Jahr erstaunt die
gezeigte Qualität, gerade der jüngsten Teilnehmer, das
anwesende Publikum. Unser Katalandestrainer Pino Arcieri hat
eine sehr genaue Vorstellung davon, welche Grundlagen und
Entwicklungsmöglichkeiten ein junger Athlet besitzen muss, um
im Wettkampfsport erfolgreich zu sein. Die Kunst ist es, diese
Fähigkeiten innerhalb einer kurzen Zeit, in ein paar Stunden
Training zu erkennen und diese dann innerhalb der Sichtung zu
fördern, um vielleicht, bei ausreichend guten Leistungen eine
Aufnahme in den Kata-Kader des RKV zu erreichen.
Sich
an seinen Erfolgen messen zu lassen, wird immer dann zum
Problem, wenn andere erfolgreicher sind, man selbst dennoch
keinen schlechten Job macht. Im Falle unseres LT Pino Arcieri
kann sich jeder selbst ein Bild über den Erfolg des Trainings-
und Auswahlprogramms machen. Unstrittig ist, dass Pino Arcieri
über die notwendige Methodik und Disziplin verfügt, um das
Beste aus dem Material zu machen. Dass es sich bei unseren
jungen Sportlern nicht um irgendein zur Veredelung
vorgesehenes Rohmaterial handelt, wird spätestens dann
ersichtlich, wenn man beim Training zusieht. Jeder darf Spaß
an dem haben, was er oder sie am liebsten macht. Nicht jeder
erfüllt die hohen Anforderungen, aber jeder erhält eine Chance
zu zeigen, was in ihm oder ihr steckt. Das Ziel dieses
Lehrgangs ist von LT Pino Arcieri klar festgelegt, es geht
primär um die Entdeckung neuer Talente und die Überprüfung des
Leistungsstandes der derzeit in Sichtung und Kader
befindlichen Athleten. Nicht jeder, der in die Sichtung
aufgenommen wird, kann sich zwangsläufig im folgenden Jahr als
Kadermitglied feiern lassen. Mache müssen den nur begrenzt zur
Verfügung stehenden Platz in der Sichtung für andere Sportler
und Sportlerinnen, die eine bessere Leistung zeigen, frei
machen. Der ständige sportliche Wettkampf, der
Leistungsvergleich mit anderen, ermöglicht allen Beteiligten
sich realistisch einzuschätzen.
Die Einheiten der Unter- und Mittelstufe zeigten, was für Pino
Arcieri wichtig ist. Das, durch die Kinder und Jugendlichen zu
absolvierende, Trainingsprogramm, beinhaltete zum größten Teil
aus dem Stand ausgeführte Grundtechniken, Wendungen und
Katasequenzen. Nur wenige Sportler waren durch dieses Programm
überfordert, dennoch waren deutliche Unterschiede in der
Ausführung und Qualität den gezeigten Bewegungen zu erkennen.
Mit fortschreitender Trainingsdauer konnte auch über die
vorhandene Konzentrationsfähigkeit geurteilt werden. Das
anschließende Teilnehmertur nier,
an dem in diesem Jahr auch alle Sichtungsathleten teilnehmen
mussten, bewies noch einmal deutlich das hohe Niveau der
teilnehmenden Kinder und Jugendlichen. Besonders die
Unterstufe zeigte eindrucksvoll, wie man auch mit einer
fehlerfrei und exakt ausgeführten Heian Shodan jede andere
Kata schlagen kann.
Höchst interessant ist es, sich als Trainer die Einheiten der
verschiedenen Stufen anzusehen. Das Interesse gilt, aus der
Sicht eines Trainers, dem Übungsleiter und dessen Vorgehen,
bzw. sein Umgang mit den Sportlern wird unter die Lupe
genommen und bewertet. Nicht alles findet Zustimmung, einiges
Ablehnung, aber vieles auch Anerkennung. Hier ins Detail zu
gehen, würde zu sehr eine subjektive Sichtweise der Dinge
zeigen, es sollte aber jeder die Chance bekommen, selbst über
das Für und Wider einer Trainingsgestaltung zu urteilen,
um in einem persönlichen Gespräch Absichten und Auswirkung
dessen gegenüber zu stellen.
Alle, die diese Möglichkeit wahrnehmen möchten, seien recht
herzlich zum nächsten Lehrgang mit LT Pino Arcieri eingeladen,
dann zum 6. Kinder-, Schüler- und Jugendlehrgang mit
Sichtungsturnier im Jahre 2006, oder früher zu einem der
zahlreichen Lehrgänge mit Pino Arcieri. Natürlich sei auch
nicht verschwiegen, dass man bei anderen Trainern ähnlichen
Nutzen aus der Teilnahme an Lehrgängen ziehen kann.
Konstruktive Kritik hat bis jetzt auch nur dem Ego geschadet.
Abschließend bleibt mir noch dem KD Mainz-Bretzenheim und
allen an der Organisation, bzw. Durchführung und Nachbereitung
des Lehrgangs beteiligten Personen zu danken. Wir freuen uns
auf das nächste Mal beim KD Mainz-Bretzenheim.
Nun noch einige Hinweise in eigener Sache. Im zweiten Halbjahr
2005 finden folgende Veranstaltungen des Jugendvorstandes
statt:
14.-16.10.2005: Praktikerseminar mit dem
Bundesjugendreferenten Helmut Spitznagel in Schifferstadt
12.11.2005: Lehrgang mit Michael Hoffmann und dem
Jugendvorstand in Salmtal Thomas Hild
stellv. Jugendreferent des RKV |