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Kroko-Kids-Cup 2005 in Ludwigshafen, ein Erfolg auf ganzer
Linie

Fakten, fakten, fakten
und immer an die Leser denken!!, mit diesem Zitat, aus der
Werbung für ein bekanntes Nachrichtenmagazin, beginne ich den
Bericht vom 1. Kroko-Kids-Cup 2005 in Ludwigshafen. Dieses
Zitat bietet mir die Möglichkeit mit wenigen Worten, völlig
wertneutral zu beschreiben, was los war: Die als Veranstalter
auftretende Rheinland-Pfälzische Karatejugend, vertreten durch
die Mitglieder des Jugendvorstandes (Thomas Diehm, Thomas Hild,
Bettina Romeyke und Leo Stibitz), konnten in der, durch den
PSV Ludwigshafen, mit zwei Mattenkampflächen bestückten
Sporthalle der BBS Ludwigshafen mehr als 120 Kinder und
Jugendliche aus ganz Rheinland-Pfalz begrüßen.
Die Teilnehmer konnten in den Disziplinen Kata und Kumite
(Kihon- und Jiyu-Ippon) antreten, was über 180 Starts an
diesem Tag zur Folge hatte. Es gab keine größeren Verletzungen
oder viele Disqualifikationen. Soviel zu den Fakten. Die
Platzierungen können aus den entsprechenden Listen entnommen
werden. Nun weiter zu den emotional gefärbten Eindrücken.
Nachdem die Veranstaltung
im letzten Jahr wegen eines zu kleinen Starterfeldes abgesagt
werden musste, war im Vorfeld des diesjährigen Versuches
einiges Besser zu machen. Es wurde versucht in persönlichen
Gesprächen und mit der vermehrten Streuung von Ausschreibungen
zur Teilnahme zu locken. Das Konzept an sich sahen wir als gut
genug an um es damit zu versuchen, somit wurde hieran nichts
verändert. Es war klar, dass wir in unserem Landesverband ein
Turnier für alle die benötigen, die sonst kein Turnier
besuchen können, da der Leistungsdruck zu groß ist. Kurz
gesagt, es sollte ein Turnier für die heranwachsenden
Breitensportler sein, bei dem der Spaß am sportlichen
Wettkampf gefördert wird. Nachdem bis kurz vor Meldeschluss
noch nicht einmal 40 Anmeldungen eingegangen waren, haben wir
uns schon darauf vorbereitet, die Veranstaltung abzusagen. Da
aber tot gesagte bekanntlich länger leben, konnten wir uns in
der letzten Woche vor Meldeschluss nicht vor eingehenden
Meldungen retten und waren gezwungen das Turnier
durchzuführen. Die Teilnehmerzahlen und die sich aus den
Meldungen ergebenden Starts beeindruckten uns, denn mit einem
solch überwältigenden Zuspruch hatten wir nicht gerechnet.
Entsprechend spannend wurden die Ausarbeitung der
Starterlisten und die Zusammenstellung der Pools.
Am Veranstaltungstag konnten wir uns als Veranstalter schon
ins sprichwörtliche gemachte Nest legen, denn dem Ausrichter
PSV Ludwigshafen sei dank, war alles an seinem Platz und die
Spiele konnten beginnen. Nach der Begrüßung durch den
Jugendreferenten Thomas Diehm, einer kurzen Erläuterung des
Programms und der Demonstration des gewünschten Ablaufes auf
den Kampfflächen, übernahmen die beiden, durch den
Kampfrichterreferenten Lothar Becker entsandten,
Landeskampfrichter das Kommando über die Kampfflächen und nach
einer kurzen Eingewöhnungsphase der, durch die Vereine
gestellten Kampfrichter, der Tischbesetzungen und nicht
zuletzt der Wettkämpfer selbst, lief alles wie am Schnürchen
Hin und wieder musste sich zwar der ein oder andere anmaßen
die Entscheidungen der Kampfrichter und der Wettkampfleitung
in Frage zu stellen, aber nach meinen Erfahrungen gehört das
genauso zu einem Turnier, wie die überglücklichen Preisträger.
Nachdem die den Vormittag füllenden Katawettkämpfe
abgeschlossen werden konnten, war es an der Zeit für eine
kleine Mittagspause. Da die Anzahl der Starts in der Disziplin
Kumite eher übersichtlicher Natur waren, konnte mit einem
zügigen Abschluss der Veranstaltung gerechnet werden. Vor
Beginn der Kumitewettkämpfe wurde ein kurzes Briefing für die
Kampfrichter gehalten, in dem auf die vom Ausrichter erdachten
Feinheiten der Ausführung des Kihon- und Jiyu-Ippon-Kumite
eingegangen wurde. Auch eine handvoll mögliche und zu ahndende
Fehler wurden hier eingebunden. Leider haben wir in die
Kalkulation die Eigenheiten der Sportler vergessen. Nicht
angesprochen wurde z.B., dass die Technik als nicht wertbar,
bzw. falsch einzustufen ist, wenn der Sportler anstatt Oi-Zuki
einen Gyaku-Zuki zeigt (auch wenn er selbst die nicht merkte).
Somit hat es ein wenig gedauert, bis alle Verantwortlichen
(inkl. Der Wettkampfleitung) genug sensibilisiert waren um
auch diese kleinen aber feinen Details wahrzunehmen und
entsprechend zu bewerten. Dies hat mit recht einige dazu
gebracht gegen Entscheidungen zu protestieren, allerdings
diesmal an der richtigen Stelle (Wettkampfleitung) und zum
richtigen Zeitpunkt (nach dem Kampf). In einigen Fällen wurden
somit auch Kämpf wiederholt um die Chancengleichheit möglichst
zu sichern. Nach den
abschließenden Finalkämpfen der ausgeschriebenen
Gewichtsklassen (die Einteilung wurde nach Graduierung,
Größe und Geschlecht vorgenommen), und der obligatorischen
Siegerehrung war es geschafft, der 1. Kroko-Kids-Cup 2005
konnte als gelungene Veranstaltung beschrieben werden, der
Zuspruch zur Durchführung im nächsten Jahr war enorm groß und
die strahlenden Gesichter der Kinder, ob gewonnen oder
verloren, zeigten den spaßigen und familiären Charakter dieser
Veranstaltung, die sich bei einer solchen Teilnehmerresonanz
im RKV etablieren sollte. Hier
die
Ergebnisliste vom Turnier.
Der Dank des Veranstalters ergeht an alle an der Planung,
Durchführung und Nachbereitung beteiligten Personen und
Institutionen, insbesondere dem Ausrichter PSV Ludwigshafen
und als Verantwortlichem hier Bernd Drechsler, der mit seiner
routinierten Art sehr zum Gelingen der Veranstaltung
beigetragen hat, den Kampfrichtern, die allen Widerständen zum
Trotz einen kühlen Kopf bewahrt haben, dem
Kampfrichterreferenten Lothar Becker, der die
Hauptkampfrichter entsandt hat, allen Dojos, den Trainern,
Eltern und Betreuern, sowie schlussendlich den Kindern und
Jugendlichen ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich
wäre. Ebenfalls erwähnen will ich die vielen namenlosen Helfer
und Helferinnen hinter und vor den Kulissen, die an der
Essensausgabe, den Kampfflächen oder sonst wo tätig waren und
wie alle anderen ihren Teil zum Gelingen des 1. Kroko-Kids-Cup
beigetragen haben. Da es unmöglich ist, eine Danksagungsliste
mit allen, die Dank verdienen zu erstellen, möchte ich nun
noch allen nicht genannten im Namen der Rheinland-Pfälzischen
Karate-Jugend und allen Kindern und Jugendlichen danken. Auf
ein weiteres Gutes gelingen in 2006.
Thomas Hild
stellv. Jugendreferent des RKV |