Archiv | Suchseite | Sitemap | Impressum

Mitgliedermail

 

Webvisitenkarten   Magazin   Gästebuch   Forum   Links   Download

Home | Präsidium | Termine | Vereine | Prüfungswesen | Landeskader | Jugend | Frauenkarate | Breitensport | Krokoyama-Cup

Bericht vom Breitensportlehrgang mit Bernd Otterstätter in Daun  

Ebene zurück / Up
Bilder

 

Erfolgreicher Breitensportlehrgang mit Bernd Otterstätter in DAUN

Rund 80 interessierte Karateka aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz und dem südlichen Nordrhein-Westfalen reisten am 05. November in die Vulkaneifel, um sich Einblicke in traditionelle Inhalte und die Urfunktionen des Karate – die Selbstverteidigung (SV) – vermitteln zu lassen.

Es war der zweite Breitensportlehrgang, den RKV-Referent Bernd Otterstätter (5.DAN) im laufenden Jahr anbot und auch dieser war ein Erfolg.

Die Unterstufe begann pünktlich um 10 h. Nach der Begrüßung durch den Dojoleiter Volker Bernardy startete Bernd mit interessanten Spielen zum Aufwärmen. Die Halle selbst war durch die Herbstferien nur spärlich geheizt, aber nach kurzer Zeit war davon nichts mehr zu spüren. Um auch im Laufe des Lehrgangs eventuelle Fallübungen schmerzfreier durchführen zu können, wurde das Aufbauen der vom ansässigen Judoverein zur Verfügung gestellten Matten von Bernd mit ins Aufwärmtraining eingebaut.

Der Lehrgang stand unter dem Thema der realistischen Selbstverteidigung mit Karate-Techniken. Die Unterstufe, meist bis Grün-Gurt graduierte Sportler, lernte sich mit einem Gegner oder Partner zu bewegen, bevor es dann in der zweiten Einheit „ans Eingemachte“ ging: Der Schwerpunkt in dieser Gruppe legte Bernd auf die verschiedenen Kumite-Formen. Ausführlich und anschaulich vermittelte Bernd die Unterschiede der jeweiligen Formen (Gohon-, Sanbon-, Kihon-Ippon…) und wies ebenfalls auf die entscheidenden Unterschiede zum Wettkampf-Karate hin.

Die Oberstufe hingegen kam gleich zur Sache: Dojo-Kumite. Hier wurden Kampfsituationen geübt, die dem Ernstfall auf der „Straße“ am nächsten kommen, meist basierend auf den Kata Tekki und Kanku bzw. Kushanku (Urform), wobei Bernd auch hier immer wieder auf die ursprünglichen Formen, die Intentionen der Kata und erläuternd auf deren Geschichte verwies.

Das „gewöhnliche“ Bunkai – wie es in den meisten Dojos geübt wird- erklärt die Katasequenzen als Abwehr und Konter gegen einzelner oder mehrere Karatetechniken. Dies ist aber meist weit weg von der Realität.

Ursprünglich, so Bernd weiter, wurden die Elemente und Techniken der verschiedenen Kata früher vorallem zur Selbstverteidigung entwickelt, „zusammengestellt“ und auch unter diesen Aspekten geübt. Schließlich galt das Üben von Karate als Versicherung gegenüber Angreifern und musste daher effektiv sein.

Wieder mit heiteren und ungewöhnlichen Aufwärmspielen – wie z.B. Sumo-Ringen“ - beginnend fand Bernd schnell den Übergang zum „Bunkai Jutsu“ - die Möglichkeiten realistischer Kataanwendungen. Bernd brachte sein Verständnis davon der Unterstufe dann am Beispiel der Kata Heian Sandan nahe. Als Beispiele bediente er sicher verschieden Sequenzen, wobei er zuerst ein Standard-Bunkai üben ließ, bevor dann weitere Anwendungsbeispiele - z.B. gegen andere Angriffsarten, wie Greifen, Schwinger, Würgen etc - begeistert geübt wurden. Lustig begann dann die letzte Einheit der Oberstufe, denn hier durften die Partner u.a. versuchen, sich mit allen Mitteln aus dem Gleichgewicht zu bringen; ob Zuki im Stand oder im Bodenkampf – alle waren mit Spaß bei der Sache.

Für die meisten Teilnehmer zeigten sich an diesem Lehrgangstag neue Aspekte und neue Möglichkeiten für ihr persönliches Karatetraining. Positive Eindrücke in allen Trainingsgruppen bestätigten den Ausrichter, das Karate Dojo Vulkaneifel, den Referenten auch gleich wieder für den Herbst 2006 zu verpflichten.

Also markiert Euch im Kalender schon mal den 28.10.2006 – wieder in Daun. Ein Dankeschön geht nicht nur an unseren Referenten Bernd der für einen ungewöhnlichen aber sehr interessanten Tag sorgte und die angereisten Teilnehmer, sondern auch an die vielen Helfer des KD Vulkaneifel für die gute Organisation und die Sorge um das leibliche Wohl.

Matthias Klug
KD Vulkaneifel

© 2006 by RKV

Zuletzt aktualisiert am 09.02.2008 20:03 Uhr

Design by www.cmn-group.de