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Bericht
über das Thema beim Verbandslehrgang Trau ich mich
Kampfsport bedeutet Stärke, Schlagkraft, trainierte Technik,
selbstbewusstes Auftreten, und im Ernstfall Gelassenheit und
evtl. Brutalität. Vieles davon wird im Training vermittelt,
vor allem aber die Technik, sie ist Schwerpunkt des Trainings.
Die Ausstrahlung und Darstellung ist eine persönliche Sache
und je nach Veranlagung, hat die Kampfsportlerin mehr oder
weniger Ausdruck und Stärke in der Technik. Vorausgesetzt man
weiß um seine Schwächen, lässt sich vieles antrainieren. Aber
trau ich mich denn in einer Notwehrsituation überhaupt
jemanden zu kränken oder zu verletzen und dabei je nach
Situation selbst verletzt zu werden und Schmerzen zu haben?
Ich bin sicher, dieses Thema wird nicht oft angesprochen, wenn
nicht sogar vermieden. Ich habe sogar oft den Eindruck, die
Fähigkeit des sich trauen wird für den Kampfsportler ohne
weitere Nachfrage als selbstverständlich angenommen.
Dieses sich nicht
trauen trifft, wie mir bestätigt wurde, nicht nur für Frauen
zu, sondern in gleichem Maße für recht viele Männer. Ist die
Bereitschaft zur aggressiven Verteidigung nicht ohne weiteres
vorhanden, so ist der Weg dort hin eine persönliche
Überwindung der ich mich stellen sollte damit Technik,
Ausdruck und Verhalten nicht halbherzig bleibt. Gerade Frauen
sollten sich immer wieder mit diesen möglichen Konflikten
auseinandersetzen und versuchen ihre Stärke in der Technik
nach außen zu demonstrieren. Die Stimme ist unter anderem ein
hilfreiches Medium und hilft unsere Vorstellungskraft zu
stärken und zur Überwindung beizutragen.
Uschi Panschar
RKV-Frauenreferentin |