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Frauenlehrgang mit Herta Gal in Kaiserslautern  

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              Frauenlehrgang: Karate und Akido, geht das?

Den Karate-Frauen innerhalb des RKV ein besonderes Thema anzubieten, war die Absicht von Uschi Panschar, Frauenreferentin des RKV. Eine Verbindung zu zeigen zwischen Karate mit seinen harten Schlagtechníken und Aikido mit seinen elegant ausweichenden Körperbewegungen und Hebeltechniken, das war das Ziel des diesjährigen Frauenlehrganges. Wer konnte dieses Thema wohl besser rüberbringen als Herta Gal, ehemals Frauenreferentin des DKV, Inhaberin des 4. DAN Shotokan Karate und 1. DAN Aikido, Trainerin bei der Aikidogruppe Zuffenhausen.

Herta hatte das Lehrgangsthema methodisch gut verpackt. Dies führte nicht nur zu einer kontinuierlichen Selbstmotivation der Teilnehmerinnen, sondern auch dazu, dass jeder für sich selbst beim Üben Erfolgserlebnisse erfahren konnte. Ein besseres Verständnis für Strategie und Philosophie der traditionellen Kampfkünste wurde nahe gebracht. Beim Üben war es wichtig, sich in geschickter Distanz zum Angreifer zu bewegen, um sich dadurch in eine optimale Verteidigungs-Position zu bringen. Dieser Vorteil war dann der Ansatz für wirkungsvolle Hebeltechniken. Das was im traditionellen Karate als „Tai Sabaki“ gelehrt wird, gehört in zahlreichen Varianten zur Grundlagenausbildung des Aikidokas. Mit der Kombination von Schlagtechniken mit Hebeln und Würfen kann der Karateka die Effektivität und Angreifer-Kontrolle in der Selbstverteidigung wesentlich steigern. Aber auch Fallschule gehört zur Selbstverteidigung. Da viele Karatetreibende sich mit dem Fallen schwer tun, legte Herta einen Schwerpunkt auf methodische Übungsreihen, um den Weg zum „geschickten Fallen“ zu zeigen. Sie konnte den Teilnehmerinnen sehr schnell die Ängste vor dem Aufprall am Boden nehmen.

In einer weiteren Trainingseinheit ging es um die Arbeit mit dem Langstock (Bo), auch das war eine interessante Erfahrung für die Teilnehmerinnen. Herta’s Appell, den Stock als verlängerten Arm zu verstehen und so damit umzugehen hörte sich zwar einfach an, war aber gar nicht so leicht in der Praxis umzusetzen. Wie alles in den Kampfkünsten, so erfordert auch der Umgang mit dem Bo ein aufbauendes und kontinuierliches Training. Herta vermittelte hier Einblicke und Eindrücke und konnte so vielleicht die ein oder andere Teilnehmerin animieren, sich intensiver mit dem Bo-Training auseinanderzusetzen.

Im abschließenden Gespräch wurde deutlich, dass nicht die Frage was besser ist - Akido oder Karate- im Vordergrund stehen kann. Man sollte vielmehr den Budo-Weg suchen, wo sich beides ergänzt. Erst unter dem gemeinsamen Dach der Kampfkünste werden Techniken und Strategien der traditionellen Selbstverteidigung komplett vereint. Diese Erkenntnis und die vielen praktischen Lehrgangseindrücke empfanden die Teilnehmerinnen als großes Erlebnis und konnten dies in ihre Dojos mit nach Hause nehmen.

Ein Dank an Markus Gutzmer und seine Helferinnen und Helfer, sowie den ausrichtenden Verein Budokan Kaiserslautern für die reibungslose Durchführung des Lehrgangs.

 

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Zuletzt aktualisiert am 09.02.2008 20:03 Uhr

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