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Bericht von der DM der Länder 2004 in Bessenbach / Bayern  

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DM der Länder: Zwei Kata-Teams des RKV für EM qualifiziert

Am 23. Oktober fanden in Bessenbach (Bayern) die Deutschen Karatemeisterschaften der Länder statt. Hierbei handelt es sich um eine im letzten Jahr vom Europäischen Verband neu eingeführte Meisterschaft, bei der Kata- bzw. Kumite-Teams im Seniorenbereich (ab 16 J.) als Vertreter der einzelnen Bundesländer gegeneinander antreten (bis zu vier Teams pro Land). Die ersten vier Damen- und Herrenmannschaften qualifizieren sich für die Europameisterschaft der Regionen, die 2005 in Leipzig stattfinden wird.

Zuerst ein Lob an die Ausrichter: Die Organisation sowie die Eröffnungs- und Finalzeremonien waren hervorragend gelungen. Unter großem Zuschauerinteresse trugen Kinder beim Einmarsch der Athleten die Schilder der einzelnen Landesverbände, weitere Kinder in Kimonos trugen die japanische und andere Flaggen. Bei diesem schönen Ambiente und der perfekten Organisation war es schade, dass nicht alle Landesverbände Vertreter geschickt hatten.

Für Rheinland-Pfalz hatte Landestrainer Pino Arcieri zwei Teams gemeldet: Ein Damen-Team mit Désirée Titz (GER, 17 J.), Phillis Löwe (GER, 16 J.) und Kathrin Menzfeld (SP, 17 J.), und ein Herren-Team mit Alban Korrani (GER, 17 J.), Stefan Köhler (PSV LU, 16 J.) und Viktor Rieb (GER, 19 J.). Die RKV-Teams waren erst Anfang Oktober neu zusammengestellt worden: Bei den Damen kam Phillis Löwe neu ins Team, bei den Herren war es Viktor Rieb. Innerhalb von nur drei Wochen mussten im Kadertraining und in Sondereinheiten im Heimatverein vier Katas mit entsprechendem Bunkai eingeübt werden.

Das Herren-Team musste gleich in der ersten Runde gegen das starke Team aus Thüringen antreten. Beide zeigten Kanku-Sho. Wegen einer kleinen Unsicherheit unseres Teams im Rhythmus der Kata entschieden sich die Kampfrichter mit 1:2 für die Erfurter, die danach auch Poolsieger und schließlich Deutsche Meister wurden. In der Trostrunde zeigten die Baden-Württemberger eine starke Goju-Ryu-Kata, doch das RKV-Team überzeugte die Kampfrichter durch Synchronität, Power und Dynamik ihrer Jion (2:1). Nächster Gegner war das starke Team aus Berlin. Da unsere Jungs wussten, dass die Berliner in diesem Jahr die Erfurter mit 5:0 geschlagen hatten und im Shotokan-Cup zweite Sieger geworden waren, waren sie besonders motiviert. Sie zeigten eine hervorragende Gojushiho-Sho mit perfekter Synchronität und fehlerfreiem Bunkai mit präzisen Angriffen und Kontern. Die Berliner überzeugten mit Unzu – Doch durch kleine Unsicherheiten im Bunkai bei den Endpunkten und Kontern fiel die Kampfrichterentscheidung zugunsten des RKV-Teams. Mit 3:2 erzielte das RKV-Herren-Team den 3. Platz und die Qualifikation zur EM der Regionen.

Erster Gegner für das Damen-Team war Bayern. Die Bayern zeigten Jion, doch unsere Damen überzeugten die Kampfrichter mit einer perfekt synchronisierten Kanku-Sho, bei der jede Bewegung stark und sicher ausgeführt wurde. Die Entscheidung war eindeutig: 3:0 für das RKV-Team. Im anderen Pool siegte Thüringen souverän gegen Baden-Württemberg, und somit standen sich Rheinland-Pfalz und Thüringen im Finale gegenüber. Die mehrfachen deutschen Meisterinnen aus Erfurt starteten als erste mit Gojushiho-Sho. Sie gaben eine sehr gute Vorstellung und begeisterten vor allem durch ein spektakuläres Bunkai mit Fußtritten und Schulterwürfen. Unsere Damen wussten, dass sie nun zulegen mussten, um mithalten zu können. Und es gelang ihnen, ihre Leistung so zu steigern, dass ihre Gojushiho-Sho sogar noch stärker und mit mehr Kraft in der Endphase ausfiel als die der Erfurter. Das Bunkai war ebenfalls gut, aber weniger spektakulär, was die Kampfrichter schließlich dazu bewog, mit 1:4 für Thüringen zu stimmen. Das RKV-Damen-Team war damit Vizemeister und hatte sich ebenfalls für die EM der Regionen qualifiziert.

Landestrainer Pino Arcieri ist hoch zufrieden mit der hervorragenden Leistung seiner Teams. Er möchte an dieser Stelle den Sportlern und Sportlerinnen ein großes Lob dafür aussprechen, dass sie in so kurzer Trainingszeit so viel geschafft haben. Diese guten Voraussetzungen machen nun Hoffnung auf weitere Erfolge bei der DM der Junioren am 6. November, wo sich die Teams wieder gegenüberstehen werden…

 

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Zuletzt aktualisiert am 09.02.2008 20:03 Uhr

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