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Bericht von der Deutschen Meisterschaft der Junioren in Villingen-Schwenningen  

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Deutsche Meisterschaften der Junioren/Altersklasse

Die Deutschen Meisterschaften der Junioren/Altersklasse fanden in diesem Jahr am 6. November in Villingen-Schwenningen statt. Für die Juniorenwettkämpfe waren für Rheinland-Pfalz nur 5 Einzelstarter gemeldet: Désirée Titz (SKR Germersheim) ging in Kata an den Start, Sebastian Walter (TG Konz) in Kata und Kumite, und Jenny Hanf (PSV Ludwigshafen) und Natascha Dick (Trier) ebenfalls im Kumite.

Désirée Titz startete im ersten Jahr bei den Junioren. In ihrer Klasse waren 23 Athletinnen in vier Pools gemeldet. Da zwei Athletinnen im Pool ausgefallen waren, trat Désirée gleich mit Kanku-Sho gegen Verena Kirsten aus Unterrot an und gewann den Poolsieg klar mit 3:0. Im Halbfinale gegen Panka vom Dokan Berlin zeigte Désirée Gojushiho-Sho und gewann ebenfalls klar mit 3:0. Sie stand damit im Finale gegen Sabrina Haas aus Frankfurt. Hier konnte sich Désirée mit Gojushiho-Dai trotz hervorragender Leistung leider nicht gegen Sabrinas Unsu durchsetzen, wurde aber verdient Vizemeisterin.

Sebastian Walter trat in der ersten Runde gegen Neumann aus Erfurt an. Er konnte sich leider nicht behaupten und war damit aus dem Rennen, da Neumann nicht Poolsieger wurde.

Pino Arcieri hatte zwei Teams vom SKR Germersheim zur DM gemeldet: Ein Damen-Team mit Désirée Titz (SKR Germersheim), Phillis Löwe (SKR Germersheim) und Kathrin Menzfeld (SKG Speyer), und ein Herren-Team mit Alban Korrani (SKR Germersheim), Stefan Köhler (PSV Ludwigshafen) und Viktor Rieb (SKR Germersheim). Die Teams waren erst Anfang Oktober neu zusammengestellt worden und innerhalb weniger Wochen mussten vier Katas mit entsprechendem Bunkai eingeübt werden. Doch seit der DM der Länder zwei Wochen zuvor, wo die Teams bereits mit Erfolg zusammen gestartet waren, hatten sie ihre Leistung sogar noch steigern können.

Bei den Herren waren 14 Teams in zwei Pools gemeldet. Nach Ausfall der Mannschaft aus Hoyerswerda hatte das Germersheimer Team ein Freilos und musste dann in der zweiten Runde gegen das Team aus Lahr antreten. Beide zeigten Jion, doch die Herren aus Germersheim waren eindeutig stärker und dynamischer und gewannen klar mit 3:0. Der nächste und schwierigste Gegner war das für Judokan Frankfurt startende Nationalteam mit Jason Schinköthe (Kempten), Roman Stzyler (Frankfurt) und Oliver Kronrad (Delmenhorst). Das Frankfurter Team zeigte Kanku-Sho - sehr stark und dynamisch, technisch ebenfalls sehr gut, aber an mindestens fünf Stellen unsynchron. Die Kanku-Sho der Germersheimer war technisch nicht ganz so gut und etwas weniger dynamisch, aber dafür vollkommen synchron ausgeführt. Die Kampfrichter entschieden sich hier für das Frankfurter Team, das später auch im Finale stand. Über die Trostrunde konnte sich das Germersheimer Team nach einem klaren Sieg mit Gojushiho-Sho über das Team der KG Saar mit Kanku-Sho den 3. Platz sichern.

Bei den Damen waren 16 Teams in zwei Pools gemeldet. Erster Gegner war das Team aus Berlin mit Pinan-Godan. Das Germersheimer Team zeigte Jion und gewann souverän mit 3:0. Als nächstes trafen die Germersheimer Damen auf das starke Team vom Budokan Bochum (Jion). Auch hier waren sie mit Kanku-Sho eindeutig besser. Dritter Gegner war das Team der SKG Odenwald, neben Bochum eines der stärksten Teams im Wettkampf. Das Team der SKG Odenwald führte Shisochin aus, doch das Team aus Germersheim zeigte eine hervorragende Gojushiho-Dai und gewannen wiederum klar mit 3:0.

Die Germersheimer Damen waren an diesem Tag in Bestform, ihre Leistung so stark wie nie zuvor. Alle ihre Katas waren technisch hervorragend ausgeführt, mit Power, starker Ausstrahlung und perfekter Synchronität. Im Finale trafen sie erwartungsgemäß auf das Team aus Erfurt, das bereits seit Jahren den Meistertitel trägt. Das Germersheimer Team startete als erstes mit Gojushiho-Sho: Stark und dynamisch, ohne jegliche Unsicherheit und vollkommen synchron. Es folgte ein fehlerfreies Bunkai, kraftvoll und realitätsnah, das die Zuschauer begeisterte. Die Erfurter zeigten ebenfalls Gojushiho-Sho, der jedoch etwas an Kraft und Spritzigkeit fehlte und ein gutes Bunkai. – Doch obwohl die Zuschauer, Trainer Pino Arcieri und die Athleten selbst davon überzeugt waren, dass diesmal Germersheim gewinnen musste, entschieden sich die Kampfrichter mit 2:3 für das Team aus Erfurt.

Doch, wie auch Landestrainer Pino Arcieri sagte, ist dies eine hervorragende Leistung für das noch junge Team aus Germersheim, das für die Zukunft noch viel erhoffen lässt…

In der Altersklasse starteten ebenfalls einige Athleten und Athletinnen aus Rheinland-Pfalz: Frank Hochreiter (Shotokan Karate Dahn Ü30), Carmen Erbach (Budokan Kaiserslautern Ü40), Georg Weller (PSV Mainz Ü40), Martin Hartung (Shotokan VT Zweibrücken Ü40) und Hans Gutzmer (Budokan Kaiserslautern Ü50). Pino Arcieri äußerte sich anerkennend über die guten Leistungen der Sportler, die zum Teil zum erstenmal gestartet sind. Bei Interesse möchte er im nächsten Jahr dem „älteren Nachwuchs“ ein spezielles Training zur Vorbereitung auf die DM anbieten, um ihre Chancen noch zu erhöhen.

Sigrun Titz
Pressereferentin SKR Germersheim

Anmerkung des RKV-Pressereferenten:

Nicht nur die Kata-Kämpfer hatten auf dieser Meisterschaft Erfolge aufzuweisen. Nachdem die Erfolgsgaranten des Vorjahres Lukas Grezella (KSV Wirges) und Jens Augustiniak (1.JJJKC Haßloch) 'altersbedingt' nun nur noch im Seniorenbereich antreten werden und Pia Wüst ihren Gi vorerst in den Schrank gehängt hatte, war es Landestrainer Walther Hehl schon im Vorfeld klar, dass die Medaillienausbeute für den RKV in diesem Jahr im Bereich Kumite geringer ausfallen würde. Aber Jenny Hanf vom PSV Ludwigshafen konnte sich hier für den RKV - nach dem 3.Platz beim Shotokan-Cup in Mendig - auch auf den DM in der Klasse -53kg auf den Bronze-Rang durchkämpfen.
Herzlichen Glückwunsch.

Volker Bernardy
RKV-Pressereferent

 

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Zuletzt aktualisiert am 09.02.2008 20:03 Uhr

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